ZSC Lions - Bern 3:4 n.V.

SCB reagiert und gleicht die Serie mit Auswärtssieg aus

Das zweite Halbfinal-Spiel zwischen den ZSC Lions und Bern war hart umkämpft. Am Ende setzten sich die Berner mit Luca Hischier (im Bild rechts) gegen die Zürcher mit Reto Schäppi (links) durch

Das zweite Halbfinal-Spiel zwischen den ZSC Lions und Bern war hart umkämpft. Am Ende setzten sich die Berner mit Luca Hischier (im Bild rechts) gegen die Zürcher mit Reto Schäppi (links) durch

Bern zeigt eine eindrückliche Reaktion auf die 2:3-Heimniederlage in Spiel 1. Der Titelverteidiger bezwingt die ZSC Lions nach einem 0:2-Rückstand mit 4:3 nach Verlängerung und gleicht die Serie aus.

Die beiden Mannschaften boten den 11'200 Zuschauern im ausverkauften Hallenstadion vor allem in den ersten 40 Minuten alles, was Eishockey so attraktiv macht: Hohe Intensität und reihenweise Torchancen auf beiden Seiten. Die Verlängerung war dann geprägt von Vorsicht.

Beim entscheidenden Tor von Simon Bodenmann (68.), der seinen sechsten Treffer in den diesjährigen Playoffs erzielte, war einiges Glück dabei, kam doch die Vorlage von Schiedsrichter Michael Tscherrig, der den Puck mit dem Bein auf den Stock von Bodenmann ablenkte. Letzterer spielt ab der kommenden Saison für den ZSC.

Die Startphase hatte klar den Lions gehört. Die Berner wussten phasenweise nicht, wie ihnen geschah. Bereits nach 35 Sekunden brachte Reto Schäppi den ZSC in Führung. In der 9. Minute erhöhte PostFinance-Topskorer Fredrik Pettersson im zweiten Powerplay der Stadtzürcher, das nur neun Sekunden dauerte, nach einem Abpraller auf 2:0.

Der sich in überragender Form befindende Schwede hatte schon im ersten Spiel in Bern zweimal getroffen. Insgesamt war es für ihn das fünfte Tor in den laufenden Playoffs. In der 15. Minute vergab Drew Shore aus kurzer Distanz die grosse Chance zum 3:0. Hätte der Amerikaner den Puck hoch geschossen, wäre er drin und das Spiel wohl vorentschied gewesen. Das gelang ihm jedoch nicht.

Prompt rächte sich das: Eine Minute später verkürzte der Berner Verteidiger Calle Andersson auf 1:2 - dem Tor war ein Fehler von ZSC-Captain Patrick Geering vorausgegangen. 38 Sekunden vor der zweiten Pause gelang mit Ramon Untersander einem weiteren Verteidiger gar der Ausgleich - nur vier Sekunden nach einer Strafe gegen Lions-Stürmer Ronalds Kenins.

Überhaupt zeigten sich die Berner in Überzahl deutlich verbessert, liessen sie den Puck deutlich besser laufen. So fiel auch das 3:2 von Simon Moser (38.), der einen Schuss von Maxim Noreau ablenkte, im Powerplay, wobei die Scheibe via den Schlittschuh von ZSC-Verteidiger Dave Sutter den Weg ins Tor fand. Es dauerte allerdings nur eine Minute, ehe mit Kevin Klein ein weiterer Verteidiger für das 3:3 der Gastgeber verantwortlich zeichnete.

Im Schlussabschnitt lagen die Vorteile eher bei den Bernern, die den ZSC phasenweise einschnürten. Die beste Möglichkeit zum 4:3 vergab in der 50. Minute Mika Pyörälä. Allerdings gab es auch eine Topchance für das Heimteam, nämlich in der 58. Minute durch Drew Shore. So ging das 3:3 nach 60 Minuten insgesamt in Ordnung.

Das Telegramm

ZSC Lions - Bern 3:4 (2:2, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.

11'200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Tscherrig, Kovacs/Obwegeser. - Tore: 1. (0:35) Schäppi 1:0. 9. Pettersson (Suter/Ausschluss Noreau) 2:0. 16. Andersson (Scherwey) 2:1. 20. Untersander (Scherwey/Ausschluss Kenins) 2:2. 38. Moser (Noreau/Ausschluss Seger) 2:3 (Eigentor Sutter). 39. Klein (Pettersson) 3:3. 68. Bodenmann 3:4. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 3mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Pettersson; Ebbett.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Karrer, Marti; Seger, Guerra; Pettersson, Shore, Korpikoski; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Wick, Suter, Kenins; Künzle, Prassl, Miranda.

Bern: Genoni; Untersander, Blum; Noreau, Gerber; Andersson, Krueger; Kamerzin; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Kämpf, Haas, Scherwey; Bodenmann, Ebbett, Pyörälä; Berger, Hischier, Randegger.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Sjögren (alle verletzt), Pelletier und Vey. Bern ohne Raymond und Aaltonen (überzählige Ausländer). - 20. Treffer von Scherwey annulliert (Kicktor).

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