Mit einem 5:1-Heimsieg über die San Jose Sharks mit Timo Meier beendeten die Blues die Halbfinal-Serie mit 4:2. Im Final treffen die Blues als Conference-Gewinner im Westen wie vor 49 Jahren auf die Boston Bruins, den aktuell sechsfachen Stanley-Cup-Gewinner.

St. Louis kassierte in allen bisherigen und gleichzeitig aufeinanderfolgenden Stanley-Cup-Finals einen Sweep. 1968 und 1969 blieben sie jeweils gegen die Montreal Canadiens sieglos, 1970 gegen die Boston Bruins...

Sharks fehlten drei Leistungsträger

Ryan O'Reilly ragte beim vierten Final-Einzug der Blues mit drei Assists heraus. Die Gastgeber waren zweimal in Überzahl erfolgreich. Für die ersatzgeschwächten Sharks, die verletzungsbedingt auf Top-Verteidiger Erik Karlsson sowie Captain Joe Pavelski und dessen Stürmer-Kollege Tomas Hertl verzichten mussten, traf Dylan Gambrell zum zwischenzeitlichen 1:2 (27.).

Timo Meier stand 16:42 Minuten auf dem Eis, das er mit einer Minus-2-Bilanz verliess. Zum dritten Mal in Folge blieb der Appenzeller ohne Skorerpunkt. "Ich bin dennoch stolz auf mein Team. Das Resultat im sechsten Spiel reflektiert nicht die Leistung meines Teams", sagte San Joses Headcoach Peter DeBoer nach dem Ausscheiden.

St. Louis holte bislang noch nie den Stanley Cup. "Diese Stadt hat so viele Jahre auf das gewartet. Uns fehlen aber noch vier weitere Siege. Wir müssen jetzt so weitermachen", sagte Blues-Stürmer Pat Maroon.

Das im Final favorisierte Boston hat in der kommenden Woche in der Nacht auf Dienstag bzw. Donnerstag zum Auftakt Heimvorteil. Ebenso würden die Bruins, die ihren 20. Stanley-Cup-Final bestreiten und zuletzt 2011 triumphierten, bei einem Entscheidungsspiel vor eigenem Publikum antreten können.

Rekord-Saison für Meier

Timo Meier kann derweil bei San Jose trotz dem Ausscheiden im Conference-Final auf eine auch persönlich imponierende Saison zurückblicken. Der WM-Silbermedaillengewinner des Vorjahres mit der Schweiz ist in der NHL seit dieser Saison Schweizer Qualifikations- und auch Playoff-Rekordskorer. Die Saison beendete der dynamische Flügelstürmer mit einem Total von 35 Toren und insgesamt 81 Punkten.

In der Qualifikation hatte der 22-jährige Appenzeller bereits die Bestmarke von Mark Streit gelöscht, die elf Jahre Bestand hatte. Meier erzielte in 74 Spielen 30 Tore und holte total 66 Punkte.

In den Playoffs folgten 15 Skorerpunkte (5 Tore/10 Assists) aus 20 Spielen. Meier löste dadurch als Rekordhalter Roman Josi ab, der vor zwei Jahren beim Final-Vorstoss der Nashville Predators 6 Tore und 14 Punkte aus 22 Spielen verbucht hatte.