Eishockey-WM

Vor den Augen Putins: Russland ist Eishockey-Weltmeister

Die Russen dominierten die WM und sicherten sich den Titel

Die Russen dominierten die WM und sicherten sich den Titel

Russland ist zum 27. Mal Eishockey-Weltmeister. Vor den Augen ihres Präsidenten Wladimir Putin setzen sich die Russen in Minsk im Final gegen Finnland dank vier Powerplay-Toren 5:2 durch.

Der Titel der Russen ist mehr als verdient. Wie 2012 in Helsinki gewannen sie in der weissrussischen Hauptstadt sämtliche zehn Partien in der regulären Spielzeit. Im Final hatten sie vor den Augen von Wladimir Putin allerdings lange Zeit hart zu kämpfen, die Finnen hielten gut dagegen und gingen in der 27. Minute im Powerplay dank Olli Palola, der in der 19. Minute nur die Latte getroffen hatte, gar 2:1 in Führung. Die Reaktion des Favoriten kam jedoch umgehend: Nur 43 Sekunden später glich Alexander Owetschkin mit seinem vierten Tor an diesem Turnier zum 2:2 aus.

Für das Game-Winning-Goal zum 3:2 zeichnete in der 36. Minute mit Jewgeni Malkin der zweite Superstar im russischen Team verantwortlich. Der Center der Pittsburgh Penguins traf in doppelter Überzahl mit einem satten Schuss. In der 46. Minute sorgte Danis Saripow, der bereits beim 1:0 und 3:2 seinen Stock im Spiel gehabt hatte, mit dem dritten russischen Powerplay-Tor an diesem Abend für die Vorentscheidung. In der 56. Minute traf auch noch WM-Topskorer Viktor Tichonow mit einem Mann mehr. Damit funktionierte das Überzahlspiel ausgerechnet in der wichtigsten Begegnung hervorragend, zuvor waren die Russen im Powerplay alles andere als überragend gewesen.

Mit dem Sieg gelang den Russen die Revanche für die bittere 1:3-Niederlage im Viertelfinal an den Olympischen Spielen - sieben Spieler von Sotschi waren erneut dabei. Dass sie sich für diesen Schmach rehabilitieren wollten, war von Beginn des Turniers an zu spüren. Dies umso mehr, als die WM in Minsk faktisch erneut ein Heimspiel war. Die Russen überzeugten nicht nur in der Offensive, sondern spielten auch in der Defensive äusserst diszipliniert. Zudem hatten sie mit Bobrowski einen überragenden Goalie.

Die Bronzemedaille sicherte sich Schweden dank eines 3:0 gegen Tschechien. Russland - Finnland 5:2 (1:1, 2:1, 2:0)

Minsk Arena. - 15'112 Zuschauer. - SR Brüggemann/Kaval (De/USA), Carlson/Schrader (Ka/De). - Tore: 11. Schirokow (Saripow/Ausschluss Salomäki) 1:0. 20. (19:57) Pakarinen (Lehterä) 1:1. 27. (26:51) Palola (Jormakka, Lehterä/Ausschluss Saripow) 1:2. 28. (27:34) Owetschkin (Schipatschjow) 2:2. 36. Malkin (Saripow/Ausschlüsse Immonen, Kontiola) 3:2. 45. Saripow (Schirokow/Ausschluss Tomi Sallinen) 4:2. 56. Tichonow (Kutusow, Kuljomin/Ausschluss Lehterä) 5:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Russland, 9mal 2 plus 10 Minuten (Salomäki) gegen Finnland.

Russland: Bobrowski; Tschudinow, Denissow; Kutusow, Medwedew; Below, Jakowlew; Subarew; Plotnikow, Schipatschjow, Owetschkin; Kuljomin, Malkin, Tichonow; Saripow, Anissimow, Schirokow; Kalinin, Burmistrow, Dadonow.

Finnland: Rinne; Hietanen, Mäntylä; Karalahti, Ohtamaa; Kvistö, Lajunen; Marttinen; Pakarinen, Kontiola, Lehterä; Haula, Olli Jokinen, Komarov; Palola, Immonen, Jormakka; Salomäki, Tomi Sallinen, Huhtala; Jere Sallinen.

Bemerkungen: Russland ohne Orlow und Loktjonow (beide verletzt). - 19. Lattenschuss Palola. - Schüsse: Russland 39 (12-18-9); Finnland 26 (10-5-11).

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