Schutzmassnahmen

Was passiert mit den Stehplatz-Abonnenten? Der EHC Olten berät über Coronakonzept

Hat sich bereits bewährt: Mobile Sitzplatztribüne im Kleinholz.

Hat sich bereits bewährt: Mobile Sitzplatztribüne im Kleinholz.

Der EHC Olten startet erst am 2. Oktober gegen La Chaux-de-Fonds in die neue Saison. Bis dahin hat man Zeit, die konkreten Corona-Schutzmassnahmen umzusetzen und beispielsweise die temporären Sitzplatztribünen zu errichten. Und es gilt, weitere Fragen zu beantworten. Zum Beispiel: Was passiert mit den Stehplatz-Abonnenten?

Es ist ein Entscheid, der Hoffnung verleiht und Vorfreude schenkt: Die Eishockeyklubs sprechen sich für einen Saisonstart in der Swiss League am Freitag, 2. Oktober, aus. Dies, nachdem der Bundesrat am Mittwoch die Lockerungen der 1000er-Regeln per Oktober beschlossen hatte. Konkret startet der EHC Olten mit dem Spiel gegen La Chaux-de-Fonds in die Saison, womit die 6. Runde den Saisonstart darstellt. Denn um nicht noch mehr administrative Aufgaben zu schaffen, soll am unlängst bekannten provisorischen Spielplan festgehalten werden. Es bedeutet, dass die fünf Spielrunden, die von Mitte September bis Anfang Oktober ausgetragen worden wären, am Schluss der Qualifikation angehängt werden, womit – Stand heute – trotzdem noch alle 46 Runden sowie die (Pre-) Playoffs gespielt werden können. Damit wird die Saison zwar etwas länger dauern als angedacht, weil aber keine Ligaqualifikation ausgetragen wird und die Weltmeisterschaft zwei Wochen später beginnt, soll dies zu meistern sein.

Cupduell gegen Langenthal erst am 4. Oktober

Bekannt ist auch bereits, dass das Cupspiel vom September zwischen Langenthal und Olten auf Sonntag, 4. Oktober verschoben wird. Genauso kommt es zu Verschiebungen der Testspiele: Die Partie gegen Dornbirn wurde abgesagt, die Tests gegen Thurgau und Ajoie werden verschoben. «Wir prüfen nun mit den Klubs, wann wir die Testspiele austragen werden», sagt EHCO-Geschäftsführer Patrick Reber.

Er zeigt sich zufrieden über den Ausgang der Ligaversammlung, wobei noch viele offene Fragen in den nächsten Wochen auf ihn und die weiteren Klubbosse zukommen werden. Die Kantone sollen letztlich über die Bewilligungen entscheiden. Der Kanton Solothurn hatte sich bereits mit kritischen Worten zum Bundesratsentscheid geäussert. «Aus Sicht des Kantons lässt die aktuell sehr labile Lage mit täglich steigenden Fallzahlen dies nicht zu», heisst es in einer Mitteilung. Der Kanton verlange «griffige Bewilligungskriterien auf nationaler Ebene».

Hierfür haben die kantonalen Gesundheitsdirektoren per 2. September Richtlinien rund um ein Massnahmenpaket angekündigt. Ihr Ziel sei es, einen nationalen Rahmenparameter zu schaffen. Reber zeigt sich zuversichtlich. «Ich gehe davon aus, dass wir mit unserem weitgreifenden Schutzkonzept, wie wir es angedacht haben, in die Saison starten können.»

Erhalten Stehplatz-Fans Sitzplätze?

Eine der vielen «griffigen Massnahmen» dürfte das Verbot von Stehplätzen sein, womit viele weitere Fragen rund um das Ticketing-Konzept aufkommen. Der EHC Olten plant mit rund 2500 Sitzplatz-Fans, rund 800 auf der bestehenden Haupttribüne, weitere 1700 temporäre Sitzplätze mittels Gerüst auf der Längsgerade sowie hinter den Toren. Nur: Was passiert mit den Fans, die bereits ein Stehplatz-Saisonabo erworben haben? Darüber habe insbesondere der Veraltungsrat noch zu entscheiden, sagt Geschäftsführer Reber. Er betont jedoch, dass es das Ziel sein müsse, allen Stehplatz-Abobesitzern einen Sitzplatz offerieren zu können – und dies ohne Preisaufschlag? Reber: «Man kann wohl keinen Stehplatz-Abokunden dazu zwingen, für einen Sitzplatz mehr zu bezahlen.»

Da der EHC Olten jedoch abgetrennte Sektoren errichten muss, erscheint es als möglich, dass der Klub nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage einzelne Sektoren als Sitzplätze verkaufen kann. Wie dies konkret umgesetzt wird, ist noch unklar. Auch die Frage, ob an der Abendkasse noch Tickets erhältlich sein werden, bleibt noch unbeantwortet. «Es steht und fällt mit der Kapazität der Zuschauer, die wir zulassen dürfen», sagt Reber. Klar ist nur: In der vergangenen Saison verkaufte der EHC Olten rund 1500 Saisonabos. Diese Zahl soll auch in dieser Saison angestrebt werden.

Patrick Reber und sein Team arbeiten auf der Geschäftsstelle also weiterhin auf Hochtouren an einer optimalen Umsetzung und fiebern dem 2. Oktober entgegen. «Uns ist bewusst, dass es eine perfekte Lösung für alle nicht geben kann. Aber wir wollen alles erdenklich Mögliche unternehmen, dass wir den Schutz von uns allen sicherstellen können, damit wir unseren Sport wieder geniessen können.»

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