Fussball

Endlich wieder an einer Endrunde: Alex Frei, Xherdan Shaqiri & Co. – in diese Fussstapfen treten die U21-Talente

Erstmals seit zehn Jahren nimmt die U21-Nationalmannschaft im nächsten Frühjahr an einer Endrunde teil. Die Talente um Andi Zeqiri, Dan Ndoye oder Bastien Toma treten in grosse Fussstapfen.

Die Titanen von 2002

Der erste Höhepunkt für ein U21-Nationalteam: Die späteren Nationalspieler Ricardo Cabanas, Alex Frei und Daniel Gygax bejubeln den Halbfinaleinzug.

Der erste Höhepunkt für ein U21-Nationalteam: Die späteren Nationalspieler Ricardo Cabanas, Alex Frei und Daniel Gygax bejubeln den Halbfinaleinzug.

Die Titanen, wie die Generation genannt wurde, sorgen 2002 für das erste grosse Highlight der U21-Nationalmannschaft. An der Heim-Europameisterschaft begeistern sie die Schweizer Fans mit überraschend gutem Fussball. Vor der EM als absolute Aussenseiter ins Turnier gestiegen, überzeugen die Schweizer. Gegen England schlagen sie sich beachtlich, verlieren aber mit 1:2.

Dann folgte die wohl beste Partie dieser U21-Mannschaft. Im ausverkauften Zürcher Hardturmstadion bezwingen die Titanen Portugal mit 2:0. Die beiden Stars Ricardo Cabanas (per Foulpenalty) und Alex Frei erzielen die beiden Tore. «Jeder von uns wollte diesen Sieg unbedingt, jeder hat alles dafür gegeben», lobte Trainer Bernard Challandes. «Die Abwehr war manchmal geradezu heroisch. Und jetzt können wir bis zum letzten Match von einem Halbfinal-Platz träumen. Wir freuen uns jetzt schon auf ein weiteres Fussballfest gegen Italien.»

Spektakulär wird die Partie schliesslich nicht gegen die Italiener. Aber erfolgreich. Weil Portugal England mit 3:1 schlug, genügte der Schweiz ein torloses Remis zur Halbfinalqualifikation. Die Euphorie der sympathischen Jungspunde ist aber fast grenzenlos, die Spiele sind stets ausverkauft.

Die Titanen konnten sich auch neben dem Platz in Szene setzen, wie dieses Bild beweist:

Die U21-Titanen von 2004: Stephan Keller, Daniel Gygax, Ricardo Cabanas und Alexander Frei.

Die U21-Titanen von 2004: Stephan Keller, Daniel Gygax, Ricardo Cabanas und Alexander Frei.

Schluss für die Schweizer und ihre Europameisterträume ist schliesslich im Halbfinal gegen die Franzosen. Gegen den Titelfavoriten verlieren die Titanen im ausverkauften St. Jakob-Park mit 0:2. Eine erste U21-Sternstunde geht zu Ende.

2004: Wenig Erfolg mit Barnetta und Senderos

Zwei Jahre später ist die Schweiz wieder an der EM mit dabei, inzwischen sind jüngere Spieler wie Philippe Senderos, Johan Vonlanthen und Tranquillo Barnetta in der U21 angekommen. 2002 war ein Teil des Teams noch Europameister bei der U17 geworden, doch diesmal wird es keine berauschende EM-Endrunde. Obwohl als Mitfavorit angetreten, scheiterte das Team nach Niederlagen gegen Schweden und Deutschland, sowie einem Unentschieden gegen Portugal in der Gruppenphase.

2011: Finaleinzug einer goldenen Generation

Eine tolle U21-Generation: Mario Gavranovic, Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Innocent Emeghara und Fabian Lustenberger.

Eine tolle U21-Generation: Mario Gavranovic, Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Innocent Emeghara und Fabian Lustenberger.

Es ist eine tolle Elf, die sich im Juni 2011 aufmacht in Richtung Dänemark. Es ist eine Equipe mit Stars wie Yann Sommer, Granit Xhaka oder Xherdan Shaqiri. Alles Spieler, die heute das Gesicht der Nationalmannschaft prägen.

Die Gruppenphase ist für das talentierte Team kein Problem. 1:0 gegen Dänemark, 2:0 gegen Island und 3:0 gegen Weissrussland lauten die Resultate. Ohne Gegentreffer steht die Schweiz im Halbfinal, wo sie auf das tschechische Team trifft. Dort bleibt die Schweiz wieder ohne Gegentor, kann aber lange gegen das defensiv starke tschechische Team nicht durchkommen. In der 114. Minute trifft dann endlich Admir Mehmedi gegen Tomas Vaclik. 1:0 Sieg. Die Schweiz qualifiziert sich mit dem Sieg nicht nur für das EM-Final sondern auch für die olympischen Spiele.

Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri laufen am Pokal vorbei, im Final gegen Spanien gibt's eine 0:2-Niederlage.

Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri laufen am Pokal vorbei, im Final gegen Spanien gibt's eine 0:2-Niederlage.

Im Final trifft die Schweiz auf das talentierte Team von Spanien. Thiago Alcantara, Juan Mata oder David de Gea stehen für die Spanier auf dem Platz. Die Spanier sind eine Nummer zu gross, siegen dank Toren von Ander Herrera und Thiago mit 2:0. Der Traum vom Europameistertitel ist ausgeträumt.

2021: Das nächste Kapitel einer Erfolgsgeschichte?

Andi Zeqiri und Dan Ndoye jubeln über die EM-Qualifikation.

Andi Zeqiri und Dan Ndoye jubeln über die EM-Qualifikation.

Seither ist es ruhig geworden um die U21-Teams. Egal welcher Jahrgang: Er enttäuschte und qualifizierte sich nicht für die EM-Endrunde. Bis jetzt. Dank einer überzeugenden Kampagne haben sich die Lustrinelli-Boys für die EM-Endrunde in Ungarn und Slowenien qualifiziert. Erinnerungen an vergangene Tagen machen Lust auf mehr.

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