Exploit
Dominic Lobalu pulverisiert Streckenrekord beim Halbmarathon in Genf

Dominic Lobalu, der Langstreckenläufer vom LC Brühl, überzeugt weiter. Beim Halbmarathon in Genf nimmt er dem Schweizer Rekordhalter Tadesse Abraham gleich eineinhalb Minuten ab. Und erinnert sich an seine Flucht vor drei Jahren am selben Ort.

Ralf Streule
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Dominic Lobalu nach seinem Erolg in Genf.

Dominic Lobalu nach seinem Erolg in Genf.

Bild: Markus Hagmann

Dominic Lobalu hat beim Halbmarathon in Genf am Samstag mit einer Zeit von 1:01:39 Stunden einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Dabei liess er Tadesse Abraham um eineinhalb Minuten hinter sich. Jenen Tadesse Abraham also, der vor einem Monat den Marathon-Schweizerrekord aufgestellt hat.

Auch Lobalu ist mit neuem Carbon-Schuh unterwegs

Es ist damit ein weiteres Ausrufezeichen, das der Südsudanese in Diensten des LC Brühl gesetzt hat. Er blieb zwar um eine halbe Minute hinter seiner Bestzeit, die er vor einigen Wochen in Berlin im Halbmarathon aufgestellt hat. Auch Lobalu ist unterdessen mit dem neuen Carbon-Schuh von «On» unterwegs, der Abraham in Zürich zum Rekord laufen liess.

Speziell war das Rennen für Lobalu auch, weil er sich vor drei Jahren nach dem Lauf in Genf entschieden hatte, das olympische Flüchtlings-Lauf-Team zu verlassen und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion geflüchtet war und in der Schweiz Asyl beantragt hatte. Er habe sich während des Rennens vom Samstag kurz vor dem Ziel an jene Flucht erinnert, sagt sein Trainer Markus Hagmann, der den Läufer seit über zwei Jahren eng begleitet.

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