The Match for Africa 2

Federer besiegt Wawrinka in zwei Sätzen – 1,3 Millionen für Kinder in Afrika

Roger Federer und Stan Wawrinka taten sich am Ende eines sensationellen Tennisjahres zusammen und erspielten am «Match for Africa 2» im Zürcher Hallenstadion 1,3 Millionen Franken für die Roger Feder Foundation.

Zur Einstimmung wurden noch einmal die letzten Games des Doppels im Davis-Cup-Final gezeigt. Dort hatten Roger Federer und Stan Wawrinka noch zusammen für Furore gesorgt. Gestern nun standen sie sich auf dem Court gegenüber – für einen guten Zweck.

Zum zweiten Mal nach 2010 fand der, im Rahmen der «Roger Federer Foundation» organisierte, «Match for Africa» statt. Vor vier Jahren war die damalige Weltnummer eins Rafael Nadal zu Gast, heuer gab es das Duell der beiden besten Schweizer Tennisspieler.

Und Federer kündete bereits vor dem Spiel Spektakel an: «Die Saison ist vorbei, jetzt geht es nur noch darum, Spass zu haben. Es ist toll, dass wir so ein tolles Tennisjahr hier und heute zusammen abschliessen können – das wird ein super Match.»

Tolle Unterhaltung

Der Abend stand ganz im Sinne der Unterhaltung. Bevor Tennis gespielt wurde, heizten Jann Billeter und seine RTS-Kollegin Marie-Laure Viola die Zuschauer ein. Sympathisch und souverän führten die beiden das Publikum durch den Abend.

Roger Federer gegen Stan Wawrinka am Match for Africa  – Die Highlights

Roger Federer gegen Stan Wawrinka am Match for Africa – Die Highlights

Auch in den Pausen zwischen den Games war – ganz im Gegensatz zur ATP-Tour – auch immer wieder für Unterhaltung gesorgt.

Zum Beispiel führten die beiden Moderatoren kurze Interviews mit den Athleten oder den zahlreich erschienenen prominenten Gästen durch oder die südafrikanische Musik- und Tanzgruppe «Ibu Jambo» unterhielt die 11 000 Supporter.

Eine Million Kinder bis 2018

Kurz nach 20 Uhr kamen die zwei Superstars auf den Platz, und die beiden zeigten sich in bester Laune. Erst sprach Roger Federer noch einmal voller Enthusiasmus über seine Stiftung und seine Projekte: «Ich bin mit vollem Mut, mit vollem Willen dabei, damit ich meine Ziele erreichen kann.»

Eines seiner Ziele ist, dass er mit seiner Stiftung bis im Jahr 2018 eine Million Kinder in Afrika erreichen und sie unterstützen kann. Als dann Wawrinka auf den Platz kam, witzelte er gleich: «Ich bin topfit, habe hart trainiert, um dich heute zu schlagen, Roger.»

Stars strotzen vor Lockerheit

Dann wurde es kurz noch einmal musikalisch. Die zehnjährige Aargauerin Chelsea Fontenel, Kandidatin bei «The voice of Germany Kids 2013», gab Tina Turners Kult-Hymne «Simply the Best» zum Besten.

Und das Jungtalent begeisterte das Stadion mit einer unglaublichen Stimme. Und Chelsea kam sogar noch zu einem verfrühten Weihnachtsgeschenk: Vor dem eigentlichen Match durften sie und einer der Balljungen mit ihren Idolen noch kurz ein paar Bälle schlagen.

Um exakt 20.39 Uhr ging das lange ersehnte Spektakel dann endlich los, Federer eröffnete das erste Game. Spektakel wurde angekündigt, und Spektakel wurde geboten. Noch vor vier Jahren liessen Nadal und Federer jegliche Lockerheit vermissen und nahmen den Event viel zu ernst.

Davis-Cup-Team war auch dabei

Ganz im Gegensatz zum gestrigen Abend: Immer wieder zeigten die beiden Superstars kleine Showeinlagen oder machten Faxen. Sogar ATP-Kult-Schiedsrichter Pascal Maria sorgte mit witzigen Sprüchen für beste Unterhaltung. 

Zu einem echten Highlight wurde dann die Pause nach dem ersten Satz: Denn da marschierte mit Marco Chiudinelli, Michael Lammer und Coach Severin Lüthi noch einmal die gesamte Davis-Cup-Equipe auf den Court und liess sich feiern.

Und Chiudinelli sorgte – wie bereits bei der Ankunft in Lausanne – mit seinem «I say Roger, you say Federer»-Gesang für Stimmung.

Resultat nur zweitrangig

Das Spiel gewinnen konnte am Schluss – wie könnte es anders sein – Organisator Federer. Er schlug Kumpel Wawrinka in zwei Sätzen mit 7:6 und 6:4, in einem Match, bei welchem das Resultat für einmal zweit- oder sogar drittrangig war. Nichtsdestotrotz zeigten die beiden Weltklasse-Tennis und hetzten sich bei tollen Ballwechseln über den Platz.

Und auch finanziell war der «Match for Africa 2» ein voller Erfolg. Mit ihrem Auftritt konnten die beiden Davis-Cup-Sieger einen Erlös vor 1,3 Millionen Franken erzielen, welcher voll und ganz Roger Federers Stiftung zukommt.

Dementsprechend glücklich zeigte sich dieser: «Der Abend war für mich ein wunderschönes Erlebnis. Es war grossartig, wie Stan und ich im Hallenstadion empfangen wurden. Dass wir durch den Anlass einen so hohen Betrag generieren konnten, macht den Abend noch spezieller. Hierfür ein ganz grosses Dankeschön an Stan!»

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