Fussball
Der SV Muttenz verliert gegen Baden und hat am nächsten Wochenende den Abstiegsfinal vor Augen

Der SV Muttenz verliert das zweite Spiel nach dem Coronarestart mit 1:4 gegen den FC Baden. Aber an der Ausgangslage ändert das wenig, denn die Truppe von Trainer Peter Schädler muss am kommenden Wochenende Punkten, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Esteban Waid
Merken
Drucken
Teilen
Srdan Sudar sorgte mit seinem Anschlusstreffer für einen kurzzeitigen Hoffnungsschimmer.

Srdan Sudar sorgte mit seinem Anschlusstreffer für einen kurzzeitigen Hoffnungsschimmer.

Edgar Hänggi (Archiv)

Für den SV Muttenz wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Drei Spiele hatte der SV Muttenz nach dem Restart aus der Corona-Zwangspause, um sich vom vorletzten Tabellenplatz zu retten und damit dem Abstieg aus der 1. Liga zu entgehen. Spiel 1 gewann die Truppe von Trainer Peter Schädler in der vergangenen Woche souverän mit 2:0 gegen Bassecourt und zeigte eine Vorstellung, die Mut machte. Hinten stand man sicher, liess wenig zu. Vorne traf Robin Hänggi doppelt und hielt die Hoffnungen aufrecht.

Am Samstag stand aber der erste richtige Brocken an. Der SVM gastierte beim Tabellenzweiten aus Baden – eine undankbare Aufgabe für eine Mannschaft, die mitten im Abstiegskampf steckt. Undankbar war dann auch der Start in die Partie.

Undankbar war dann auch der Start in die vorletzte Partie der Saison. Auf dem Badener Kunstrasen erwischten die Baselbieter eine rabenschwarze Anfangsphase. Bereits nach vier Minuten bekam die SVM-Defensive, die gegen Bassecourt noch glänzen konnte, eine Hereingabe nicht weg. Gentrim Uka nutzte das und erzielte früh die Führung für die Hausherren. Nur zwölf weitere Zeigerumdrehungen brauchte Dejan Jakovljevic dann für seinen Doppelpack. Zweimal spielten sich die Badener gekonnt durch und fanden zweimal Jakovljevic im Zentrum.

Mit der 3:0 Führung konnten die Aargauer schon früh einen Gang zurückschalten, was die Muttenzer ausnutzten. In der 32. Minuten gelang Srdan Sudar nach einer guten Vorarbeit der Anschluss. Ein Punkt, an dem die Partie hätte kippen können. Denn erst vergab der zuletzt starke Hänggi eine Riesenchance und wenig später scheiterte auch Torschütze Sudar. Die Wende verpassten die Gäste, sodass Baden in der zweiten Halbzeit nur noch verwalten musste. Kurz vor Schluss konnte das Spitzenteam von Trainer Ranko Jakovljevic noch das 4:1 nachlegen.

Auch wenn wegen Corona vieles unklar ist, Peter Schädler weiss, was zu tun ist.

Auch wenn wegen Corona vieles unklar ist, Peter Schädler weiss, was zu tun ist.

Edgar Hänggi (Archiv)

Es brauch am Ende auch das Wettkampfglück

Trotz der kurzen starken Phase des SV Muttenz fällt das Resümee von Trainer Peter Schädler eindeutig aus: «Es war ein verdienter Sieg von Baden. Zu Hause auf ihrem Kunstrasen sind sie sehr stark und eingespielt und das hat man gemerkt.» Obwohl für den SVM nur noch ein Spiel zu spielen ist, stellt sich die Tabellensituation nicht eindeutig dar.

Mit elf Punkten liegt Muttenz auf dem vorletzten Platz (13). Punktgleich mit dem SC Bouchs, die aber ein deutlich besseres Torverhältnis haben. Auch der FC Schötz und die GC U21 sind mit elf und 12 Punkten noch einholbar. Beide haben aber noch ein Spiel weniger auf dem Konto. Die finale Ausgangslage für den SV Muttenz entschlüsselt sich erst am Mittwoch, wenn GC und Schötz ihre Nachholspiele bestreiten. Für Schädler ist die Situation aber jetzt schon eindeutig.

«Es ist eigentlich sehr klar. Wir sind Zweitletzter, das ist ein Abstiegsplatz, also müssen wir aktiv den Sieg suchen»,

sagt der Trainer. Mut dürften die kommenden Gegner der Konkurrenz machen. GC trifft in den zwei Spielen noch auf Leader Biel-Bienne und Delémont, Schötz muss gegen den Tabellendritten Solothurn und Bassecourt ran und die Buochser empfangen am Samstag Baden. Bis auf Delémont also alles Teams aus der oberen Tabellenhälfte und damit mögliche Stolpersteine. Punkte holen muss gegen den FC Wohlen, der auf Platz 7 steht, aber auch der SV Muttenz.

Wie es aber auch ausgeht, in der Planung spielt der Ausgang eine untergeordnete Rolle. «Wir planen mit der 1. Liga und da wird sich auch nichts ändern. Wir sind ein Ausbildungsverein und wir wollen Leistungsfussbal spielen. Das ist ligaunabhängig», sagt Schädler. Das junge Team braucht weiter Zeit, um sich zu entwickeln. Zeit, die man zukünftig aber trotzdem gerne in der 1. Liga verbringen würde.