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Viele Länderspielaufgebote für FCB-Spieler ergeben jedoch wenig Einsatzzeit

Ganze 14 Spieler des FC Basel wurden für ihre Nationalteams in der zweitletzten Meisterschaftspause aufgeboten. Dabei kam es zu einem Debüt, einer Verletzung und viel Zeit auf der Bank.

Riccardo Ferraro
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Dan Ndoye spielt in beiden Spielen der Schweizer U21 Nati.

Dan Ndoye spielt in beiden Spielen der Schweizer U21 Nati.

Urs Lindt / freshfocus

Die zweitletzte Meisterschaftspause des Jahres ist beinahe zu Ende. Zeit, auf die Leistungen der Spieler, die den FC Basel in Richtung der Nationalmannschaften verlassen haben, zu schauen. 13 Spieler waren anfangs für die jeweiligen Teams aufgeboten. Mit Fabian Frei, der in die Schweizer Nati nachrückte, waren es am Schluss 14. Manche spielten, andere nicht.

Diese Spieler hatten Einsatzzeit

Sowohl beim 2:2 der Schweizer U21 gegen die Niederlande als auch beim 1:0 in Rumänien, spielte Dan Ndoye von Anfang an. Die U21 steht in der Qualifikation für die EM 2023 mit zehn Punkten auf Platz Eins.

In der Qualifikation für die WM 2022 in Katar kam Kanada zuerst auswärts in Mexiko zu einem 1:1-Unentschieden. Liam Millar wurde eingewechselt. Beim enttäuschenden 0:0 gegen Jamaika spielte Millar von Anfang an und wurde in der 70. Minute ausgewechselt, vielleicht auch, weil er eine hundertprozentige Chance versemmelte. In der Nacht auf Donnerstag gab es für Kanada dann den ersten Sieg in dieser Nati-Pause. Beim 4:1-Heimerfolg gegen Panama sass Millar jedoch über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Nach sechs absolvierten Spielen steht Kanada damit auf dem dritten Platz, hinter Leader Mexiko und den USA, aber dank des 4:1-Siegs zwei Zähler vor Panama. Die ersten drei Teams qualifizieren sich direkt für die WM, der Vierte muss in die Playoffs.

Liam Millar spielte in zwei Spielen der Kanadier, traf aber bei einer Riesenchance das Tor nicht.

Liam Millar spielte in zwei Spielen der Kanadier, traf aber bei einer Riesenchance das Tor nicht.

Marc Schumacher / freshfocus

Die Schweizer U19 absolvierte, mit Carmine Chiappetta als Stammspieler, drei Freundschaftsspiele. Zuerst siegte sie 4:0 gegen Bulgarien, dann holte sie gegen die Kroaten ein 3:3. Zum Schluss gab es gegen Russland ein 1:4. Chiappetta traf gegen Kroatien.

Weniger Einsatzzeit gab es für diese Spieler

Felix Gebhardt feiert sein Debüt für die U20 Deutschlands mit einem Sieg.

Felix Gebhardt feiert sein Debüt für die U20 Deutschlands mit einem Sieg.

Urs Lindt / freshfocus

FCB-Ersatztorhüter Felix Gebhardt kam im Spiel gegen Rumänien zu seinem Debüt für die deutsche U20. Dass er beim 4:0 seinen Kasten auch noch sauber hielt, kommt erfreulich dazu. Für die italienische U21 war Sebastiano Esposito aufgeboten.

Der Italiener wurde beim 2:1 gegen Bosnien-Herzegowina eingewechselt und verletzte sich am Sprunggelenk. Ob und wie lange er ausfällt, ist noch nicht klar.

Darian Males kam derweil bei der Schweizer U21 nur auf 23 Spielminuten. Auch Mile Vukelic, der in der U19-Nati mit Chiappetta spielt, kam auf nur 45 Einsatzminuten.

Spieler, die nicht zum Einsatz kamen

Beim 2:0-Sieg der Nati am Samstag gegen Nordirland kam Eray Cömert nicht zum Einsatz. Für das Spiel in Litauen wurde Fabian Frei nachnominiert. Doch sowohl er als auch Cömert sahen den 4:0-Sieg von der Bank aus. Die Schweiz weist die gleiche Punktzahl wie Italien auf, ist aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses Zweiter. Am 12. November kommt es in Rom zum grossen Showdown. Der Erste qualifiziert sich direkt für die WM, der Zweite muss in die Playoffs.

Brasilien siegte in der WM-Qualifikation zwar erst, musste dann die Serie mit neun Siegen aus neun Spielen jedoch reissen lassen. Sowohl beim 3:1-Sieg gegen Venezuela als auch beim 0:0 in Kolumbien kam Arthur Cabral, der erstmals für die Seleção aufgeboten wurde, nicht zum Debüt. War er gegen Venezuela noch auf der Bank, schaffte er es gegen Kolumbien nicht ins Kader. Das letzte Spiel in der Nacht auf Freitag gewann Brasilien gegen Uruguay dann wieder souverän mit 4:1. Auch hier schaffte es Cabral nicht ins Aufgebot. Freuen kann er sich trotzdem, denn der Punktevorsprung seiner Brasilianer in der Rangliste auf das zweitplatzierte Argentinien beträgt bereits jetzt sechs Punkte. Die ersten vier Teams fahren nach Katar.

Arthur Cabral muss weiterhin auf sein Debüt für Brasilien warten.

Arthur Cabral muss weiterhin auf sein Debüt für Brasilien warten.

Marc Schumacher / freshfocus

Anders ist die Stimmungslage in Österreich, das zuerst 2:0 gegen die Färöer gewann, dann aber 0:1 in Dänemark verlor. Heinz Lindner war als Nummer Zwei im Tor aufgeboten und kam beide Male nicht zum Einsatz. Die WM kann er mit Österreich nur noch über die Nations League erreichen.

Ebenfalls in der Quali für Katar spielte Burkina Faso. Nasser Djiga kam bei beiden Spielen gegen Dschibuti nicht zum Einsatz.

Die portugiesische U21-Nationalmannschaft gewann derweil ihre Qualispiele gegen Liechtenstein und Island. Weder Tomas Tavares noch Joelson Fernandes kamen zum Einsatz.

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