Die gut 50'000 Zuschauer in Düsseldorf hatten der deutschen Mannschaft von Trainer Joachim Löw einen grossen Empfang bereitet. Mit einer Choreografie mit vier grossen goldenen Sternen und dem Schriftzug Weltmeister empfingen die Fans ihre Helden von Brasilien, Philipp Lahm, Miroslav Klose und Per Mertesacker wurden mit eine Standing Ovation offiziell aus der DFB-Auswahl verabschiedet.

Die Argentinier hatten allerdings keine Lust, für eine weitere deutsche WM-Party Spalier zu stehen. Derweil sich die Deutschen noch in Feierlaune befanden, beeindruckte die Albiceleste bei ihrem ersten Auftritt unter Trainer Gerardo Martino durch ihre Effizienz im Abschluss. Nach 50 Minuten führten die Gäste 4:0.

Der überragende Spieler der Argentinier war Angel di Maria, der an allen vier Treffern massgeblich beteiligt war. Im WM-Final hatten die Südamerikaner den Filigrantechniker schmerzlich vermisst, als dieser wegen einer Oberschenkelverletzung passen musste. Vor dem 1:0 bediente Di Maria mit einer herrlichen Flanke mit dem Aussenrist Sergio Agüero, kurz vor der Pause legte er zurück auf Erik Lamela, der aus zwölf Metern mit einer Direktabnahme ins Lattenkreuz zum 2:0 traf. Vor dem 3:0 durch Federico Fernandez schlug Di Maria die Freistossflanke, ehe der Mittelfeldspieler, der letzte Woche von Real Madrid zu Manchester United transferiert worden war, das 4:0 mit einem herrlichen Lupfer selbst schoss.

Deutschland brauchte lange, bis es einigermassen ins Spiel fand. In der Offensive blieb vor allem Mario Gomez bei seinem Comeback ohne Fortune. Der Stürmer der AC Fiorentina, der im August 2013 sein zuvor letztes Länderspiel bestritten hatte, vergab in der ersten Halbzeit drei Topchancen, die letzte Sekunden vor der Pause kläglich. Die beiden deutschen Tore schossen nach der Pause André Schürrle und der eingewechselte Mario Götze, der im Final in Rio de Janeiro in der 113. Minute getroffen hatte. Die erste Niederlage nach 18 Partien konnte der Weltmeister aber nicht mehr abwenden.

In der Startaufstellung der Deutschen standen nur vier Spieler, die beim 1:0-Sieg nach Verlängerung im WM-Final zum Einsatz gekommen waren. Neben den drei zurückgetretenen Spielern musste Löw auch auf den neuen Captain Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira, Mesut Özil, Mats Hummels und Jerome Boateng verzichten, die alle an der WM zum Stammpersonal gehört hatten. Auf Seiten der Argentinier fehlte Lionel Messi. Die Nummer 10 der Albiceleste meldete sich wegen einer Adduktorenverletzung ab.

Testspiele:

Deutschland - Argentinien 2:4 (0:2)Düsseldorf. - 51'132 Zuschauer. - SR Kuipers. - Tore: 20. Agüero 0:1. 40. Lamela 0:2. 47. Federico Fernandez 0:3. 50. Di Maria 0:4. 52. Schürrle 1:4. 78. Götze 2:4.

Deutschland: Neuer (46. Weidenfeller); Grosskreutz, Ginter, Höwedes (77. Rüdiger), Durm; Kramer, Kroos (71. Rudy); Schürrle (57. Müller), Reus, Draxler (33. Podolski); Gomez (57. Götze).

Argentinien: Romero (80. Andujar); Zabaleta (77. Campagnaro), Federico Fernandez, Demichelis, Rojo; Mascherano, Biglia; Lamela (68. Gago), Perez (46. Augusto Fernandez), Di Maria (85. Alvarez); Agüero (83. Gaitan).

Bemerkungen: 76. Pfostenschuss Reus. Deutschland ohne Boateng, Hummels, Khedira, Özil und Schweinsteiger (alle verletzt), Argentinien ohne Messi (verletzt). Schweigeminute vor der Partie für den verstorbenen FIFA-Vizepräsidenten Julio Grondona.

Russland - Aserbaidschan 4:0 (3:0). Tore: 6. Kerschakow 1:0. 12. Kerschakow 2:0. 41. Ignaschewitsch 3:0. 81. Granat 4:0.

Litauen - Vereinigte Arabische Emirate 1:1 (1:0). In Linz (Ö). - Tore: 42. Matulevicius 1:0. 90. Hakal 1:1.

Dänemark - Türkei 1:2 (1:0). - Tore: 35. Agger (Penalty) 1:0. 55. Olcay Sahan 1:1. 90. Ozan Tufan 1:2.