Eigentlich wollte Burgener am Tag des ersten Trainings nach der Sommerpause vor allem voraus blicken. Schliesslich musste er aber doch in erster Linie erklären, was in jüngster Vergangenheit schief gelaufen ist. Tagelang war in einigen Medien die Rede von einem Trainerwechsel, dass Marcel Koller seinen Platz für Patrick Rahmen räumen müsse. Ihm sei sogar bereits die Kündigung ausgesprochen worden, hiess es. "Alle Verantwortlichen waren für Marcel Koller. Auch der Sportchef", sagte Burgener dazu. Und der Trainer betonte: "Eine Kündigung hat mir gegenüber niemand ausgesprochen."

Die Frage, weshalb Streller seinen Posten als Sportchef aufgegeben hat, blieb derweil unbeantwortet. "Über die internen Abläufe möchte ich nicht sprechen. Er ist einfach zurückgetreten als Sportchef. Nicht jeder Rücktritt ist eine Krise", erklärte Burgener, der fand, alles sei etwas gross aufgezogen worden. Über den Nachfolger für Streller, der weiterhin im Verwaltungsrat vertreten ist, werde zu gegebener Zeit informiert.

Fehler räumte das an der Medienkonferenz anwesende FCB-Führungsduo Burgener und Roland Heri in der Kommunikation ein. "Es ist schwierig geworden, einwandfrei und für alle verständlich zu kommunizieren", sagte CEO Heri. Da müsse man über die Bücher. Den letzten Fauxpas in diesem Bereich leistete sich der Präsident mit einem Interview mit dem "Sonntagsblick", einige Tage nachdem der Klub betonte hatte, er werde erst bei der am Dienstag abgehaltenen Medienkonferenz näher informieren. Burgener wollte nach dem Rücktritt von Streller und der Publikation von dessen Abschieds-SMS an die Spieler korrigierend auf die negative Berichterstattung einwirken.

Nur am Rande der gut einstündigen Konferenz, die so gut besucht war wie zu besten Champions-League-Zeiten, wurde auch das konkret Sportliche thematisiert: Der FC Basel will die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs erreichen und um die Meisterschaft mitspielen.