Der eingewechselte Jano Ananidze entschied in der Nachspielzeitmit einem Freistoss die turbulente Partie im St.-Jakob-Park zugunsten des Rekordmeisters.

Das Sturmduo Alex Frei (36.) und Marco Streller (41.) hatten mit ihren Kopfballtoren für die verdiente Basler Pausenführunggesorgt. Dimitri Kombarow und Artem Dsjuba machten die gute Basler Ausgangslage Mitte der zweiten Halbzeit innerhalb von zehn Minuten zunichte, ehe Ananidze dem FCB noch den K.o-Schlag versetzte.

Dabei agierte der FCB bereits in Unterzahl, nachdem in der 77. Minute Xherdan Shaqiri vom Platz geflogen war. Der 19-Jährige, der beide Basler Treffer mit einem Corner vorbereitet und eine Stunde lang überragend gespielt hatte, streckte seinen Gegenspieler nieder und flog vom Platz. Dem russischen Rekordmeister, der mit einem Budget von rund 110 Millionen Franken operiert, reicht nun in einer Woche in Moskau bereits eine knappe Niederlage, um sich den Einzug in die Runde der letzten 16 zu sichern.

Noch im Pauseninterview mit dem Schweizer Fernsehen forderte Thorsten Fink seine Mannschaft auf, den dritten Treffer zu suchen, am Schluss stand der FCB-Trainer vor 13'073 Zuschauern im St.-Jakob-Park konsterniert. Der Schweizer Meister gab ein Spiel, dass er eine Stunde sicher kontrolliert hatte, ohne Not noch komplett aus der Hand. Spartak, das nur phasenweise seine Spielstärke unter Beweis stellen konnte, war anzumerken, dass es seit mehr als zwei Monaten keinen Ernstkampf mehr bestritten hatte.

Bis zum Anschlusstreffer von Dimitri Kombarow, der Costanzo mit einem Schlenzer aus 14 Metern bezwang, war der FCB das klar bessere Team. Dank zwei einstudierten Cornervarianten hatten sie nach 41 Minuten 2:0 geführt und zeigten eine starke Leistung. Vor allem Shaqiri und Valentin Stocker, der sich beim 1:0 den Ball per Kopf zu Frei verlängerte, wirbelten die Spartak-Defensive durcheinander. Weniger auffällig als Shaqiri und Stocker agierte Granit Xhaka. Das 18-jährige Ersatz des verletzten Benjamin Huggel zeigte bei seiner Premiere in der Startaufstellung eines Europacupspiels eine solide Leistung. Den Basler Einbruch konnte er aber auch nicht verhindern

Basel - Spartak Moskau 2:3 (2:0).

St.-Jakob-Park. - 13'073 Zuschauer. - SR Stavrev (Maz). - Tore: 36. Frei 1:0. 41. Streller 2:0. 61. Kombarow 2:1. 70. Dsjuba 2:2. 92. Ananidse 2:3.

Basel: Costanzo; Steinhöfer, Kusunga, Abraham, Safari; Shaqiri, Yapi (88. Cabral), Granit Xhaka, Stocker (88. Zoua); Frei (80. Tembo), Streller.

Spartak Moskau: Dykan; Kirill Kombarow, Rojo, Suchy, Makejew (85. Jakowlew); Scheschukow (46. Ananidse), Carioca; McGeady, Alex, Dimitri Kombarow; Dsjuba.

Bemerkungen: Basel ohne Ferati, Huggel (beide verletzt) und Dragovic (nicht spielberechtigt), Spartak Moskau ohne Ibson,Welliton (beide gesperrt), Ari, Pareja und Parschiwljuk (alle verletzt). 78. Rote Karte gegen Shaqiri (Tätlichkeit). Verwarnungen: 34. Stocker und McGeady (beide Unsportlichkeit). 47. Yapi (Foul). 52. Carioca (Reklamieren). 71. Alex (Foul). 82. Dykan (Unsportlichkeit). 90. Suchy (Foul). 92. Kusunga (Foul).