St. Gallen - Luzern 0:2

Bittere Niederlage für St. Gallen zum Auftakt

Schiedsrichter Lionel Tschudi macht das VAR-Zeichen

Schiedsrichter Lionel Tschudi macht das VAR-Zeichen

St. Gallens Fluch gegen Luzern überträgt sich auch in die Super-League-Saison 2019/20. Die Ostschweizer verlieren ihr Auftaktspiel gegen den FCL durch zwei späte Gegentore und VAR-Einfluss.

Lange sah es gut aus für St. Gallen, dass die Niederlagen-Serie gegen Luzern nicht zweistellig wurde. Die Ostschweizer waren über weite Strecken spielbestimmend und liessen hinten lange kaum etwas zu. Letztlich schlug der Luzern-Fluch aber doch zu und ärgerten sich die St. Galler ein erstes Mal über den neu eingeführten VAR.

Was war passiert? In der 18. Minute revidierte Schiedsrichter Lionel Tschudi bei seiner ersten Video-Konsultation einen Penaltypfiff für die St. Galler, obwohl Axel Bakayoko im Strafraum berührt worden war. Der VAR verhinderte damit die Führung für das Heimteam, und der Eingriff stand im Widerspruch zu einer Szene, die sich im Parallelspiel in Thun ereignete. Dort griff der VAR nach einem Penaltypfiff nicht ein, weil der Fehler nicht eindeutig genug war. Für St. Gallens Trainer Peter Zeidler handelte der VAR auch in St. Gallen selbst nicht stringent, weil dieser bei einem Foul des bereits verwarnten Luzerners Pascal Schürpf im Mittelfeld nicht eingriff.

Es war zweifellos eine ärgerliche Niederlage für St. Gallen - und die zehnte in Folge gegen Luzern. Zu dieser trug auch Luzerns neuer Goalie wesentlich bei: Marius Müller parierte diverse Male, unter anderem bei einer St. Galler Doppelchance nach einer halben Stunde und nach einem Corner in der 70. Minute mit starken Reflexen.

Erst kurz vor dem entscheidenden Penalty kam Luzern unter Mithilfe von St. Gallens Keeper Dejan Stojanovic zu seinen ersten Chancen. Nachdem sich Stojanovic verschätzt hatte, lag dem einschussbereiten Lucas zuerst der am Boden liegenden Teamkollege Shkelqim Demhasaj in guter Position im Weg. Kurz darauf köpfelte wiederum Lucas den Ball an die Latte. Es war dies die Szene, die nach einem Hinweis aus der VAR-Zentrale in Volketswil zum Penalty führte. Stojanovic wollte den Ball wegfausten, kam aber zu spät und traf Lucas am Kopf.

St. Gallen - Luzern 0:2 (0:0)

11'672 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 87. Eleke (Foulpenalty) 0:1. 95. Schneuwly (Schulz) 0:2.

St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Stergiou, Letard, Muheim; Görtler, Quintilla (87. Campos), Ruiz (71. Costanzo); Bakayoko (60. Itten), Guillemenot, Kutesa.

Luzern: Müller; Schwegler, Lucas, Cirkovic, Sidler; Voca, Ndenge; Schulz, Margiotta (68. Demhasaj), Schürpf; Eleke (91. Knezevic).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Vilotic, Lüchinger, Nuhu und Wiss (alle verletzt), Luzern ohne Zibung (nicht im Aufgebot). 83. Kopfball an die Latte von Lucas. Verwarnungen: 18. Bakayoko (Schwalbe nach VAR-Entscheid). 26. Lucas (Foul). 42. Schürpf (Foul). 60. Schwegler (Foul). 62. Schneuwly (Foul). 73. Guillemenot (Foul). 85. Stojanovic (Foul). 89. Müller (Unsportlichkeit).

Ein weiteres Resultat vom Samstag: Thun - Neuchâtel Xamax FCS 2:2 (0:1). - Die Spiele vom Sonntag: Young Boys - Servette 16.00. Zürich - Lugano 16.00.

Rangliste: 1. Basel 1/3 (4:1). 2. Luzern 1/3 (2:0). 3. Neuchâtel Xamax FCS 1/1 (2:2). 3. Thun 1/1 (2:2). 5. Lugano 0/0 (0:0). 5. Servette 0/0 (0:0). 5. Young Boys 0/0 (0:0). 5. Zürich 0/0 (0:0). 9. St. Gallen 1/0 (0:2). 10. Sion 1/0 (1:4).

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