Ein technischer Defekt ist Ursache für das Lichterlöschen am vergangenen Samstag, als der FC Basel gegen den FC Zürich antreten sollte. Das Spiel im St. Jakob-Park musste abgesagt werden.

Stromausfall im Basler Joggeli

Stromausfall im Basler Joggeli

Beim Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich fiel plötzlich der Strom im Joggeli aus.

Die Frage, ob der FCB den Match Forfait verliert, was schon fast eine Vorentscheidung der Meisterschaft zugunsten von YB bedeuten würde, ist weiter ungeklärt. Die Disziplinarkommission der Swiss Football League wird entscheiden, ob den FCB ein Verschulden trifft.

Für die Verantwortlichen lautet die Antwort Nein: Den Club, der ohnehin nur Mieter ist, trifft keine Schuld. «Der St. Jakob-Park ist mehr als nur ein Stadion», erklärte der Sicherheitsverantwortliche Beat Meier am Freitag vor den Medien und verwies auf das im selben Gebäude einquartierte Shoppingcenter sowie die Seniorenresidenz.

Ohne es explizit zu betonen, meinte er damit: Der Isolationsschaden auf der Stromschiene trat im Gebäude, aber ausserhalb des Stadions auf. Oder wie es Meier sagte: «Der Defekt lag zwischen IWB und Stadion.» Deshalb habe auch die Notstromversorgung nicht richtig funktioniert.

Sabotage ausgeschlossen

Den kruden Sabotagetheorien, die ein neues Nachrichtenportal in die Welt setzte, erteilte Meier eine klare Absage. Das wäre gar nicht möglich gewesen, entweder wäre der Saboteur dabei ums Leben gekommen oder ausgerüstet gewesen wie James Bond.

17 Jahre hätten die elektrischen Anlagen nun gehalten, «jetzt hat es geklöpft». Daraus müsse man die Lehren ziehen. Entsprechende Massnahmen seien eingeleitet worden. «Das hat uns an der Achillesferse getroffen», sagte Meier.

Im Video sieht man, wie die Muttenzerkurve ein Transparent kurzfristig beim Stromausfall sprayt.

Dass die Lautsprecheranlage ebenfalls ausfiel, sei kein Reglementsverstoss, betonte der Sicherheitsverantwortliche, obwohl der europäische Fussballverband Uefa für Stadien, in denen Spiele unter seiner Ägide stattfinden, das unbedingte Funktionieren dieser unter Umständen lebenswichtigen Kommunikationsmöglichkeit voraussetzt.

Ob der FC Basel den Vermieter, die Genossenschaft Stadion St. Jakob-Park, für die ihm entstandenen Kosten zur Kasse bittet, «schauen wir noch», so Meier. Genossenschaftspräsident Markus Lehmann war am Freitag nicht erreichbar.