Christoph Spycher gab seinen Entscheid, der in den letzten Tagen vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft gereift sei, am Mittwoch an einer Pressekonferenz der Young Boys in Bern bekannt.

"Ich werde den Weg mit YB weitergehen und stehe für das Amt als Nati-Manager nicht zur Verfügung", sagte der 40-jährige Berner. "Das Umfeld bei YB könnte nicht besser sein, es wäre mir sehr schwer gefallen, das Projekt YB zu verlassen." Andererseits erachtet es der Berner als sinnvoll und angebracht, dass der Verband die Strukturen rund um die Nationalmannschaft professionalisiert, gerade auch mit der Einsetzung eines Managers. "Ich bin jetzt mehr als acht Jahre hier in Bern. Ich habe aber immer sehr gern auch für die Nationalmannschaft gespielt, für die Schweiz." Beides liege ihm also sehr am Herzen.

Bei YB ist Spycher seit rund zweieinhalb Jahren als Sportchef tätig. "Ich spüre eine Verantwortung gegenüber den Leuten, die hier mit Herzblut arbeiten. Deshalb wäre es für mich nicht der richtige Zeitpunkt aufzuhören, nicht nach zweieinhalb Jahren und auch nicht im Sommer, nach knapp drei Jahren." Dass er sich später für den SFV engagieren könnte, schliesst Spycher nicht aus.

Als Sportchef in Bern hat Christoph Spycher schon sehr viel erreicht. Aus der Zusammenarbeit mit Cheftrainer Adi Hütter schaute letzten Frühling der erste Meistertitel der Young Boys seit 1986 heraus. Ausgezeichnet hat im Herbst auch die Zusammenarbeit mit Hütters Nachfolger Gerardo Seoane begonnen. YB erreichte die Champions League und holte in der Meisterschaft einen Vorsprung von 19 und mehr Punkten heraus.