Generalprobe
Der FC Basel erkämpft sich gegen den VfL Wolfsburg ein 3:3

Der FC Basel holt sich in seinem letzten Testspiel gegen den VfL Wolfsburg nach zweimaligem Rückstand dank starker Moral doch noch ein 3:3. Überzeugt haben vor allem die Jungen und die Neuen.

Céline Feller
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Janko trifft für Basel.
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Der FC Basel spielt gegen Wolfsburg das letzte Testspiel vor dem Start der Super League.

Janko trifft für Basel.

Keystone

3:3 gegen den VfL Wolfsburg. Das tönt aus Sicht des FC Basel erst mal gut. Das darf es auch: Denn wer gegen einen Spitzenklub aus der Bundesliga ein 0:2 aufholt, wieder in Rückstand gerät, sich doch noch ein 3:3 erkämpft und gemessen an den Chancen die Partie sogar als Sieger hätte beenden müssen, der darf sich etwas darauf einbilden. Wenn auch nicht zu viel: Es war «nur» ein Testspiel; der Gegner befindet sich im Gegensatz zum FCB erst am Anfang der Saisonvorbereitung; und die drei Gegentore sind drei zu viel. Zumal Urs Fischer von seiner Mannschaft vor allem verlangte, in der Defensive endlich stabiler zu werden.

Das ist nicht gelungen und dürfte in den kommenden Wochen das Hauptthema in den Trainings sein. «Ich bin nicht beunruhigt, aber wir müssen einen Zacken zulegen, um gegen Sion zu bestehen», sagt Fischer: Am Sonntag eröffnet der FCB gegen die Walliser die Jagd nach dem achten Meistertitel in Serie, dem zwanzigsten insgesamt.

Weniger Sorgen muss sich Fischer um seine Offensivabteilung machen. Die Auswahl ist riesig, genügend Spieler in guter Form lassen sich am Sonntag bestimmt finden. Wie wäre es mit jungen Kräften, angeführt vom routinierten Marc Janko? Das Zusammenspiel des Österreichers (33) mit Kevin Bua (22), Mohamed Elyounoussi (21) und Alexander Fransson (22) funktionierte in der zweiten Halbzeit ausgezeichnet, war schön anzusehen und mit drei Toren auch vom Erfolg gekrönt. Zu dem mit zwei Assists auch Michael Lang viel beitrug.

Sowieso machten die Basler erst nach dem Seitenwechsel den Eindruck, die Sieglos-Vorbereitung nicht mit einer weiteren Niederlage abschliessen zu wollen. Was auch fast gelungen wäre, hätte Boetius Sekunden vor dem Anpfiff seine Grosschance verwertet.

Die Darbietung in der ersten Halbzeit hingegen war ungenügend, teilweise sogar lustlos. Allen voran Seydou Doumbia hat noch viel Aufbauarbeit vor sich, um irgendwann der Spektakelspieler zu sein, der er sein soll. Und trotzdem: Die Mannschaft, die gestern in den ersten 45 Minuten auf dem Platz stand, dürfte in etwa jene sein, die auch gegen Sion beginnt. Bleibt aus FCB-Sicht zu hoffen, dass jene elf Spieler rechtzeitig den Schalter umlegen. Ansonsten? Abwarten.

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