«Bei einem Sieg im letzten Spiel des Jahres wären wir nur noch drei Punkte hinter dem FC Basel», sagt Präsident Christian Constantin gewohnt angriffig vor dem Spiel seines FC Sion gegen den FCB vom Samstag. Gelingt Sion dies, «dann verbringen wir ganz fröhliche Festtage».

Fröhliche Festtage hätte auch der FC Basel gerne. Allen voran Marcel Koller. Der Cheftrainer steht seit Tagen im medialen Fokus. Seine Spieler haben sich nach dem 1:3 gegen YB gegen ihn ausgesprochen.

Seither fehlen sowohl von der Mannschaft als auch von der Vereins-Führung Bekenntnisse für Koller. Die grosse Frage lautet: Ist das Spiel in Sion sein letztes als FCB-Trainer? «Ich glaube es nicht», sagt er am Freitag. Die gleiche Antwort hatte er schon letzte Woche gegeben, als er gefragt wurde, ob das Spiel gegen den FC Zürich sein letztes Heimspiel sei. «Am Ende sind das aber andere Leute, die das entscheiden müssen.» Absolute Sicherheit klingt anders. Wobei Koller noch nachschiebt: «Ich habe hier für zwei Jahre unterschrieben.» Aber auch Koller sagt, dass es nach dem Sion-Spiel Gespräche geben wird. «Ich werde am Samstag die Mannschaft in die Ferien verabschieden und dann nach Zürich gehen.» Dort muss er Dinge erledigen, die im Alltagsstress keinen Platz haben. «In dieser Zeit werde ich mich sicher am Telefon mit dem Klub austauschen.»

Constantins angriffige Töne 

Am nächsten Mittwoch ist er zurück in Basel, dann hat der FCB eine Bilanz-Pressekonferenz zur Hinrunde angesetzt. Koller wird sprechen, Sportchef Marco Streller wird sein wochenlanges Schweigen brechen. Vielleicht nimmt auch Präsident Bernhard Burgener teil. Vielleicht. Erst dann wird vom FCB zu erfahren sein, wie er auf der Trainerposition weiter plant. Welche Bedeutung dabei das letzte Spiel hat, beantwortet Koller nicht explizit. «Wir wollen unseren zweiten Platz festigen und dementsprechend die drei Punkte mitnehmen.» Etwas, das Sion natürlich verhindern will. Oder wie Constantin es sagt: «Bis auf YB sind alle Teams erreichbar. Wir dürfen das letzte Spiel des Jahres gegen Basel einfach nicht verlieren.»

Für die Zukunft von Marcel Koller dürfte es nebensächlich sein, ob er gewinnt oder verliert. Aber mit einem Sieg in Winterpause zu gehen, «würde vieles angenehmer machen. Dann kannst du dich viel besser erholen», meint Koller. Erholsam – geschweige denn fröhlich – werden die Festtage für den FCB trotzdem kaum. Für einmal herrscht im Wallis gar mehr Ruhe als in Basel.