Schweizer Cup

Der FCB wurstelt sich mit einem 1:0-Sieg in den Achtelfinal

Deutlich und überzeugend ist anders: Der FC Basel holt sich gegen den Erstligisten Zug 94 gerade mal einen 1:0-Sieg. Der Treffer von Daniel Hoegh kurz vor der Pause reicht, und der FCB zieht in den Achtelfinal des Schweizer Cups ein.

Es wäre die grosse Chance gewesen für die Reservisten des FC Basel. Denn Trainer Urs Fischer wechselte sein Team gestern im Vergleich zum Champions-League-Auftakt gegen Ludogorets Rasgrad (1:1) komplett aus. Elf frische Spieler für die zweite Cuprunde gegen Erstligist Zug 94 – und eine Bank um Star-Stürmer Seydou Doumbia im Gesamtwert von  fast 30 Millionen Franken.

Der FCB startet gut in die Partie, ist überlegen, lässt kaum etwas zu. Trotzdem kommt er kaum zu Chancen. Mohamed Elyounoussi, den man noch am Dienstag schmerzlich zu vermissen glaubte, ist viel zu unpräzis, zu wenig entschlossen. Andraz Sporar, der zuletzt im Nachwuchs Tore in Serie schoss, bleibt kaum gesehen. Die Neuzugänge Blas Riveros und Kevin Bua bleiben blass. So ist es Innenverteidiger Daniel Hoegh, der den Meister Sekunden vor der Pause mit dem Kopf in Führung bringt.

Wer erwartet hatte, dass nach der Pause das Schaulaufen beginnt, sah sich getäuscht. Basel bringt nichts mehr wirklich Gefährliches zustande, zittert sich am Schluss gar zum 1:0-Sieg und hätte sich nicht beklagen dürfen, wenn die Gastgeber kurz vor Schluss noch einen Penalty zugesprochen bekommen hätten. «Es kann doch nicht sein, dass wir gegen eine Mannschaft aus der ersten Liga in Schwierigkeiten geraten», enervierte sich Cup-Goalie Germano Vailati. Und Trainer Urs Fischer meinte «leicht angesäuert», wie er es nannte, und dabei innerlich kochte: «Das war ungenügend.» Zu wenig brachte der FCB aus dem Spiel zustande, zu unentschlossen waren seine Spieler.

Elf Spieler kriegten eine Chance, sich aufzudrängen - wie viele haben sie genutzt? Urs Fischer: «Ich würde es so sagen, der eine oder andere hat mir heute ein Argument gegeben, wenn es um die nächste Aufstellung geht.» Will heissen: Die Mehrheit hat es verpasst, für sich zu werben. Eigentlich alle – mit einer grossen Ausnahme: Geoffroy Serey Die.

Als Captain ging er ins Spiel. Er rackerte und rannte, grätschte und verteilte die Bälle, motivierte seine Mitspieler, peitschte sein Team an. Ein Vorbild – und das nach fünfmonatiger Verletzungspause wegen eines Sehnenrisses im  linken Oberschenkel. Fischer: «Wir dürfen mit seinem Comeback sehr zufrieden sein.»

Serey Die selbst gibt sich zurückhaltend: «Ich bin nicht 100 Prozent zufrieden mit mir selbst, aber es war okay. Ich danke Gott, dass ich spielen konnte – und das ohne Schmerzen.» Nicht selbstverständlich nach seiner Verletzung. Noch ist er im Aufbau, sieht sich selbst bei etwa 90 Prozent seiner Leistungsfähigkeit. Eines ist sicher: Er ist der Einzige, der Fischer gestern einen gewichtigen Grund gab, ihn für das Spiel vom Mittwoch gegen Lausanne, den Vierten der Super League, aufzubieten.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

Meistgesehen

Artboard 1