FC Basel

Der Spektakelspieler ist zurück: Das nächste Hin und Her mit Happy End

Der Spektakelspieler ist zurück: Edon Zhegrova unterschreibt beim FCB bis 2023.

Der Spektakelspieler ist zurück: Edon Zhegrova unterschreibt beim FCB bis 2023.

Der FC Basel kann Edon Zhegrova nach monatelangen Verhandlungen doch noch verpflichten. Der «Spektakelspieler» bleibt bis 2023.

Es scheint beim FC Basel mittlerweile fast schon dazuzugehören. Dieses Hin und Her bei Vertragsverhandlungen, diese nicht stringenten Entscheide. Daher passt es ins Bild, das der Verein aktuell abgibt, was er gestern Dienstagabend kurz vor 18 Uhr vermeldet: «Der FCB freut sich über den Zuzug eines alten Bekannten: Edon Zhegrova kehrt zum FCB zurück, der kosovarische Nationalspieler hat bei Rotblau einen Vertrag bis Sommer 2023 unterschrieben.» So der Wortlaut im Communiqué. Der FC Basel hätte geradeso gut jene Worte wählen können aus dem Communiqué vom Doch- Verbleib Ricky van Wolfswinkels, als der Verein von Geschichten schrieb, die es nur im Fussball gibt.

Nun, vielleicht sind es viel mehr Geschichten, die es zurzeit nur in Basel gibt. Denn: Edon Zhegrova war wie van Wolfswinkel schon weg. Nicht von denselben Misstönen begleitet, sondern schlicht, weil man sich beim FC Basel die bis Ende März laufende, auf kolportierte 3,5 Millionen Franken dotierte Kaufoption zur definitiven Übernahme des ausgeliehenen Flügelspielers nicht leisten konnte und wollte. Zu stark zeichneten sich damals schon die Folgen der Coronakrise ab, zu überzeugt war man aber auch, den jungen Kosovaren zu einem tieferen Preis von seinem Stammverein Genk loseisen zu können.

Die benötigte Schnelligkeit und Unberechenbarkeit

Es klappte nicht. Nach Ende seines Leihvertrags am 30. Juni hatte er den FCB verlassen. Aber es war nie ein Abschied, der ganz definitiv war. Der Spieler hatte noch während seiner Zeit in Basel, aber auch im Sommer-Heimaturlaub immer wieder betont, dass er seine Zukunft im Joggeli sieht. Nicht in Genk, vorerst nicht in einer grossen Liga – aus welcher es durchaus Interessenten gegeben hätte –, sondern in Basel. Der 21-Jährige sah den FCB stets als Sprungbrett, wollte sich hier für grössere Aufgaben empfehlen. Und der Verein betonte nimmermüde – zuletzt in Person von Bernhard Burgener am vergangenen Freitag –, dass man den Spieler noch nicht aufgegeben habe und alles tue, um ihn zurückzuholen.

Nun hat es funktioniert. Bis 2023 hat Zhegrova unterschrieben. Dass er so lange bleibt, ist wie bei allen ausländischen Talenten unrealistisch. Bis es ihn aber in die grosse Fussballwelt zieht, hat der FCB einen Akteur in den Reihen, der das Prädikat «Spektakelspieler» verdient. Zwar hat der Kosovare in seinem eineinhalb Jahre dauernden Leihgeschäft beim FCB nur lediglich zwei Tore erzielt, aber er hatte auch mit Verletzungen und dem nicht herausragenden Standing bei Ex-Coach Marcel Koller zu kämpfen.

Ungeschliffener Diamant mit Flausen im Kopf

Was er aber in sich hat, hat er eindrucksvoll im Heimspiel gegen YB im Dezember 2019 gezeigt, als er den Meister schwindlig spielte. Zhegrova ist zwar noch immer ein ungeschliffener Diamant, einer mit Flausen im Kopf, mit ab und an zu viel Egoismus auf dem Feld und falschen Entscheidungen. Aber er bringt dem FCB die Schnelligkeit und die Unberechenbarkeit im Couloir, die seit seinem Abgang fehlten. Er ist eine echte Verstärkung. Und seine Rückkehr eine weitere positive Meldung, welche die Basler Führung in diesen Tagen so dringend braucht.

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