Champions-League-Final

Dritter Titel in Folge: Real Madrid besiegt Liverpool dank Doppelpack von Gareth Bale mit 3:1

Real Madrid gewann zum dritten Mal in Folge und zum insgesamt 13. Mal den Titel in der Champions League. Nach animiertem Beginn schockte der verletzungsbedingte Ausfall von Mohamed Salah Liverpool. In der zweiten Hälfte führte Gareth Bale Real Madrid mit einem Doppelpack zum Sieg. Loris Karius im Liverpool-Tor zog einen rabenschwarzen Abend ein.

Keine vier Minuten nach seiner Einwechslung hatte Bale seinen ersten grossen Auftritt: Der in Madrid in dieser Saison auch oft kritisierte Waliser traf aus rund zwölf Metern mit einem perfekten Fallrückzieher zum 2:1. Die Liverpooler hatten zuvor einen erstmaligen Rückstand nach einem schweren Fehler ihres deutschen Goalies Loris Karius sechs Minuten nach der Pause durch Sadio Mané innerhalb kürzester Zeit wettgemacht.

Doppelpack von Gareth Bale

Doch auf den zweiten Treffer der Spanier gelang den Engländern keine Antwort. Am nächsten kam Mané dem Ausgleich, als er in der 70. Minute nur den Pfosten traf. Schliesslich war es Bale - erneut nach einem Fehler von Karius - der in der 83. Minute mit einem Weitschuss für das 3:1 und den Schlusspunkt sorgte.

Gareth Bale war mit seinen zwei Toren der Matchwinner für Real Madrid.

Gareth Bale war mit seinen zwei Toren der Matchwinner für Real Madrid.

Real Madrid steigerte sich nach einem verhaltenen Start in die Partie. Insbesondere nach dem frühen verletzungsbedingten Ausfall des Liverpool Starspielers Mohamed Salah wurde der Favorit stärker und verdiente sich den Sieg. Zum ersten Mal seit den Siebzigerjahren (Bayern München) konnte eine Mannschaft den Titel in Champions League oder Meistercup dreimal in Serie gewinnen.

Jürgen Klopp mit sechster Finalniederlage in Folge

Immer stand Zinédine Zidane an der Seitenlinie, der damit in nicht mal drei Jahren als Trainer auf höchstem Niveau schon so viele Champions-League-Titel hat wie die Rekordhalter Bob Paisley und Carlo Ancelotti.

Liverpools Trainer Jürgen Klopp musste derweil seine sechste Finalniederlage in Folge und die zweite in einem Endspiel der Champions League, nach jener mit Dortmund 2013 gegen Bayern München, hinnehmen. Der Deutsche dürfte vor allem mit seinem Goalie hadern, dem an zwei der drei Treffern mehr als bloss eine Mitschuld traf.

Bitterer Abend für Jürgen Klopp. Zum sechsten Mal verlor er einen Final.

Bitterer Abend für Jürgen Klopp. Zum sechsten Mal verlor er einen Final.

Der 24-Jährige Karius ermöglichte Karim Benzema in der 51. Minute mit einem Abwurf genau auf den Fuss des Franzosen das 1:0 und liess den Weitschuss von Bale zum 3:1 durch die Hände gleiten.

Salahs Ausfall

So schrieben mit Bale und Karius zwei Spieler die Geschichte der Partie, die man nicht als Hauptakteure erwartet hatte. Das im Vorfeld viel diskutierte Duell zwischen Ronaldo und Mohamed Salah dauerte derweil bloss eine knappe halbe Stunde. Dann musste der in dieser Saison überragende und so treffsichere Ägypter das Spielfeld unter Tränen vorzeitig verlassen.

Im Zweikampf mit Sergio Ramos verletzte er sich an der rechten Schulter. Der spanische Haudegen hatte daran seinen Anteil, weil er den Ex-Basler im Stil eines Judokas legte. Ein Blick in die Gesichter der zahlreichen Fans des FC Liverpool im Kiewer Olympiastadion reichte, um zu erfassen, wie schwer dieser Ausfall wog.

Einer der tragischen Figuren: Mohamed Salah musste wegen einer Verletzung nach 30 Minuten vom Feld.

Einer der tragischen Figuren: Mohamed Salah musste wegen einer Verletzung nach 30 Minuten vom Feld.

Besserer Start ins Spiel für Liverpool

Liverpool verlor seinen besten Spieler und gleichzeitig den Elan und die Sicherheit, die die Engländer bis dahin ausgezeichnet hatte. Die Mannschaft von Klopp war vielversprechend in die Partie gestartet, schaffte es nicht nur den Aufbau der Madrider zu stören, sondern auch selber Akzente zu setzen.

Der 19-jährige Trent Alexander-Arnold prüfte Reals Goalie Keylor Navas mit einem Flachschuss - keine drei Minuten später kam es zum Zweikampf zwischen Ramos und Salah.

Spielbestimmendes Real Madrid

Der Knick im Spiel der «Reds» war danach offensichtlich. Die erfahrenen Spanier störten nun früher, kontrollierten das Geschehen geschickt und kamen immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. Benzema schoss schon kurz vor der Pause sogar das vermeintliche 1:0, das aber zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt wurde.

Liverpool erholte sich vom Ausfall von Salah nicht mehr wirklich, selbst wenn eine kurze Druckphase nach dem 0:1 zum Ausgleich von Mané führte, der nach einem Eckball und einer Kopfballvorlage von Dejan Lovren richtig stand.

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