Nations League

Fabian Schär möchte Nations-League-Kampagne gewürdigt sehen

Der Schweizer Verteidiger Fabian Schär im Zweikampf mit Englands Captain Harry Kane

Der Schweizer Verteidiger Fabian Schär im Zweikampf mit Englands Captain Harry Kane

Fabian Schär tut sich nach dem verlorenen Spiel um Platz 3 in der Nations League gegen England schwer mit der kritischen Einschätzung der Leistung der Schweiz: «Man vergisst, was wir geleistet haben.»

Vor drei Jahren hatte Granit Xhaka im EM-Achtelfinal in Saint-Etienne gegen Polen als einziger Schütze im Penaltyschiessen nicht getroffen. Diesmal war es Josip Drmic, der scheiterte, während die anderen elf mehr oder weniger souverän trafen - diesmal auch Xhaka. "Einer muss verschiessen und leider war es wieder einer von uns", sagte Xhaka nach der Niederlage.

Für den Arsenal-Professional hätten sie "einfach etwas weniger Glück gehabt als der Gegner". Trotz der beiden Niederlagen am Finalturnier in Portugal zog Xhaka ein positives Fazit: "Es macht mich stolz, dass wir nach einer langen Saison mit so viel Willen aufgetreten sind. Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft bei grossen Turnieren gegen grosse Gegner für eine Überraschung sorgen werden."

Enttäuscht über das Resultat, aber zufrieden mit der Darbietung zeigte sich auch Xherdan Shaqiri. "Wir haben zwei sehr gute Leistungen gebracht und starken Gegnern Paroli geboten." Dass der Auftritt gegen England gerade in der Offensive nicht mehr ganz so gut war wie derjenige vom Mittwoch im Halbfinal gegen Portugal, liess Shaqiri nicht gelten. "Wir haben unser Spiel aufgezogen und sind in einem guten Prozess."

Aber der Champions-League-Sieger gab auch zu bedenken: "Wir sind immer noch die kleine Schweiz und werden das auch in Zukunft sein. Wir werden immer über unsere Grenzen hinausgehen müssen, um grosse Mannschaften wie Portugal oder England schlagen zu können. Im Moment reicht es noch nicht."

Verteidiger Fabian Schär beurteilte nicht nur die zwei Spiele des Finalturniers, sondern würde gerne die ganze Nations-League-Kampagne gewürdigt sehen. "Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir mit leeren Händen dastehen. Aber man muss auch anerkennen, dass wir überhaupt am Finalturnier dabei waren, während Top-Nationen das nicht geschafft haben. Deutschland ist sogar abgestiegen." Wer nun sage, das Abschneiden in Portugal sei "nicht so gut", der schaue zu vieles als selbstverständlich an. "Wir haben auch hohe Ansprüche an uns. Aber man vergisst, was wir geleistet haben."

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