Europa League

FCB-CEO Roland Heri: «Es geht um die gesamtgesellschaftliche Verantwortung»

CEO Roland Heri muss sich aktuell mit Dingen befassen, die er nicht vorhersehen konnte..

CEO Roland Heri muss sich aktuell mit Dingen befassen, die er nicht vorhersehen konnte..

Der FC Basel hat soeben bekannt gegeben, dass das Rückspiel zwischen dem FC Basel und Eintracht Frankfurt abgesagt ist. Der Kanton und dessen Krisenstab verweigern die Bewilligung für ein Geisterspiel.

Das Rückspiel in der Europa League zwischen Basel und Frankfurt im Joggeli ist abgesagt. "Der auf den 19. März 2020 im St. Jakob-Park angesetzte Europa-League-Achtelfinal zwischen dem FC Basel 1893 und Eintracht Frankfurt kann nicht stattfinden", heisst es in einer Medienmitteilung. Der Grund: Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat nach Rücksprache mit dem kantonalen Krisenstab entschieden, dieses Fussballspiel nicht zu bewilligen – dies mit Blick auf den Gesundheitsschutz der Bevölkerung und vor dem Hintergrund der behördlichen Massnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sowie die Arbeitslast der Sanität Basel.
 

Selbst bei einem sogenannten «Geisterspiel» ist erfahrungsgemäss davon auszugehen, dass mehrere hundert Fans des Gastklubs nach Basel reisen und sich während des Spiels vor dem Stadion versammeln würden. Die mit dem bundesrätlichen Verbot von Veranstaltungen mit über tausend Personen verbundene Absicht würde in diesem Fall unterlaufen, was aus einer präventiven Sicht derzeit nicht zu verantworten ist. Zudem arbeitet namentlich die Sanität Basel derzeit an den Kapazitätsgrenzen und könnte das notwendige Dispositiv für einen solchen Grosseinsatz nicht garantieren. Welche Konsequenzen das für den FCB hat, ist ungewiss. 

FCB-Ceo Roland Heri sagt in einer Video-Botschaft: "So weh es dem Fussballerherz tut, wir stehen hinter der Entscheidung der Behörden und akzeptieren diese. Es geht im Moment sicher nicht um einzelne Sparten oder einzelne Bereiche, in dem Fall auch nicht um den Sport, sondern um eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung in dieser Situation. Basel ist Teil dieser Gesellschaft, in der wir einen Teil beitragen müssen. Was das jetzt bedeutet, schauen wir zusammen mit Frankfurt, mit den Behörden und den beiden Ländern an. Die Uefa spielt da selbstverständlich auch eine Rolle."

Weiter sagt Heri: "Seit versichert, dass wir im Hintergrund intensiv daran arbeiten, eine Lösung zu finden. Wir befinden uns in einer besonderen Situation und besondere Situationen erfordern besondere Massnahmen. Und eine besondere Dosis an Verständnis. Weder Behörden und ganz sicher nicht der FC Basel wissen, wo sich die Schublade jetzt befindet, die man rausziehen könnte. Stand heute, sorry jetzt: Am Donnerstag gehen wir nach Frankfurt und diesem Spiel schauen wir positiv entgegen."

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