Super League

FCZ - FCB: eines von vielen Winter-Highlights

Wird sich Marcel Koller auch im Letzigrund warm anziehen müssen?

Wird sich Marcel Koller auch im Letzigrund warm anziehen müssen?

In den frostigen Monaten Januar und Februar bietet die Super League in dieser Saison die attraktivsten Duelle. Zürich und Basel messen sich am Samstag, St. Gallen und Servette am Sonntag.

Vor dem dritten Spieltag der Rückrunde sind die Spitzenkämpfe Young Boys - Basel (2:0) und Basel - St. Gallen (1:2) schon Geschichte. Da sich aber in der laufenden Saison noch drei Mannschaften mehr - St. Gallen, Servette, Zürich - hervortun als nur die erklärten Favoriten YB und Basel, folgen sich die Highlights in diesen Wochen Schlag auf Schlag. Bei der Spielplangestaltung im letzten Sommer konnte niemand sicher sein, dass St. Gallen und Servette die Arrivierten derart hart bedrängen oder gar überholen würden. Dennoch ist der Spielplan für die Attraktivität der Liga, insbesondere für den Zuschauerdurchschnitt, vorteilhaft. Spiele wie YB - Basel, Basel - St. Gallen oder am Sonntag St. Gallen - Servette sind, unbesehen von Wetter und Temperaturen, immer gut besucht. Auf diese Weise werden vermehrt Spiele mit weniger attraktiven Affichen in den wärmeren Monaten stattfinden - wenn die Fans ohnehin lieber in die Stadien gehen.

Der offene Klassiker

Der FC Zürich und der FC Basel haben sich in den letzten Monaten wieder etwas angenähert - nicht in der gegenseitigen Zuneigung, aber im Leistungsvermögen. In den letzten acht Spieltagen (seit Ende Oktober) war die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin sogar erfolgreicher als die stotternde Equipe von Marcel Koller. 19 Punkte haben die Zürcher in dieser Zeit geholt, die Basler nur gerade zehn. Und obwohl sie seit der Winterpause noch nicht gewonnen haben, kämen die Zürcher mit einem Sieg bis auf zwei Punkte an die Basler heran.

Andererseits darf Marcel Koller durchaus zuversichtlich sein, dass der FCB im Letzigrund seine Niederlagenserie mit einem Sieg beenden wird. Valentin Stocker, Eray Cömert, Taulant Xhaka, Arthur Cabral und Omar Alderete sind alle nicht mehr gesperrt. Auch Ricky van Wolfswinkel steht - er nach einer langen verletzungsbedingten Absenz - wieder zur Verfügung. Koller kann erstmals seit langem aus dem Vollen schöpfen.

Längere und lange Siegesserien in der Meisterschaft hat der FC Basel in den letzten Jahren viele hingelegt. Um jedoch eine Serie von drei Niederlagen zu finden, die die Basler gerade jetzt vorweisen, muss man weit zurückblättern. Nämlich zehneinhalb Jahre. Im Übergang der Saisons 2008/09 und 2009/10 (in der sie ihre Serie von acht Meistertiteln starteten) bezogen die Basler letztmals drei Niederlagen am Stück: 1:4 bei GC, 0:3 gegen YB und in der neuen Saison 0:2 in St. Gallen.

Die Super-League-Spiele vom Samstag im Überblick:

Young Boys - Sion (bisherige Duelle der Saison: 3:2, 4:3). - Samstag, 19.00 Uhr. - SR Jaccottet. - Absenzen: Zesiger (gesperrt), Lotomba, Camara, Lauper, Gaudino und Sörensen (alle verletzt/rekonvaleszent); Kouassi (gesperrt), Fickentscher, Raphael, Ndoye, Ruiz (alle verletzt). - Statistik: Die Young Boys treten auch nach der Winterpause nicht so souverän auf wie auch schon. Aber eine Etage tiefer hinkt auch der FC Sion. Die Walliser gewannen nur eines der letzten 13 Meisterschaftsspiele. Trainer Ricardo Dionisio ist mit einem Punkt aus zwei Spielen nicht gut gestartet. Die Direktbegegnungen zwischen YB und Sion sind ein Phänomen. Ob in Bern oder in Sitten, YB hat die letzten 13 Duelle - mit dem Torverhältnis von 34:12 - allesamt gewonnen. In Bern siegte Sion in der Meisterschaft letztmals im August 1996 (2:1).

Zürich - Basel (0:4, 3:2). - Samstag, 19.00 Uhr. - SR Tzilos (GRE). - Absenzen: Charabadse, Omeragic und Pa Modou (rekonvaleszent); Kuzmanovic und Van der Werff (beide verletzt). - Statistik: Der Klassiker des Schweizer Fussballs ist diesmal ein Duell zweier Mannschaften, die in der Rückrunde noch sieglos sind. Beide haben einen klaren Auftrag: Die Zürcher dürfen den Kontakt zum Spitzentrio nicht abreissen lassen, die Basler müssen verhindern, dass St. Gallen und YB noch weiter davonziehen. Seit Oktober 2013 entschieden die Zürcher in der Super League nur zwei von 21 Duellen mit dem FCB für sich. Einer dieser Siege glückte ihnen just im bislang letzten Vergleich, mit dem 3:2 Ende Oktober im Letzigrund.

Rangliste: 1. St. Gallen 20/41 (47:27). 2. Young Boys 20/41 (41:26). 3. Basel 20/36 (42:21). 4. Servette 20/33 (32:19). 5. Zürich 20/31 (26:36). 6. Luzern 20/24 (22:29). 7. Lugano 20/22 (20:23). 8. Sion 20/22 (27:38). 9. Neuchâtel Xamax FCS 20/15 (22:35). 10. Thun 20/12 (18:43).

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