Der 51-jährige Frontzeck erhielt am Montagabend beim Trainerpoker überraschend den Vorzug vor Peter Neururer und unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. Sollte Frontzeck den Abstieg verhindern, verlängert sich sein Vertrag um ein Jahr.

Der zunächst als Favorit auf den Übergangsposten gehandelte Neururer entsprach dagegen nicht den Vorstellungen und erhielt eine Absage. Damit gibt Frontzeck nach vier Jahren ein Comeback in der Bundesliga. Im Februar 2011 war er bei Borussia Mönchengladbach entlassen worden, davor hatte er in der Bundesliga auch für Alemannia Aachen und Arminia Bielefeld gearbeitet. Zuletzt war Frontzeck bis November 2013 für den FC St. Pauli in der 2. Liga tätig. Bei Hannover ist der Coach kein Unbekannter: In der Saison 2004/05 war Frontzeck als Co-Trainer von Ewald Lienen bei den 96ern tätig.

Vor der Unterschrift mit Frontzeck hatte sich Hannover durchgerungen, Korkut nach einer Serie von 13 Spielen ohne Sieg zu beurlauben. Bei nur zwei Punkten Vorsprung auf Platz 16 sind die Abstiegssorgen in Hannover gross. Gesucht wurde ein Retter für den Rest der Saison. Ein Anforderungsprofil, das eigentlich auf Neururer zugeschnitten war. Frontzeck hat sich in seiner Trainerkarriere nur bedingt einen Namen als Retter gemacht. 2006/07 stieg er mit Aachen aus der Bundesliga ab. In Bielefeld schaffte er zwar ein Jahr später den Ligaerhalt, in der darauffolgenden Saison wurde er aber vor dem letzten Spieltag entlassen. In Gladbach wurde Frontzeck 2011 auf dem letzten Tabellenplatz beurlaubt, ehe dem Schweizer Lucien Favre noch die wundersame Rettung gelang.