FC Basel

Für rund eine Viertelmillion: Der neue Joggeli-Rasen ist da!

Das 0:0 gegen Nordirland brachte der Schweizer Nationalmannschaft das Ticket zur WM nach Russland – und dem FC Basel eine Menge Ärger. Der Rasen war kaputt. Heute – zwei Tage vor dem nächsten Spiel – wird der neue verlegt.

Nach geschlagener Schlacht war das Feld dahin. Die Willensleistung der Schweizer Nationalmannschaft gegen Nordirland (0:0) hatte ein prominentes Opfer: den Joggeli-Rasen. Die Grätschen von Fabian Schär, Manuel Akanji & Co. haben das Grün umgepflügt. Internationalen Standards entsprach das Geläuf nach dem Nati-Auftritt nicht mehr – und schon am kommenden Mittwoch ist Manchester United in der fünften Runde der Champions-League-Gruppenphase zu Gast in Basel.

So hat man am Montag entschieden, den Rasen neu zu verlegen. In den darauf folgenden zwei Tagen wurde der Rasen rausgenommen. 13 Stunden und mehr haben die Greenkeeper zuletzt gearbeitet. Oder wie Marc Studach, Chef der Greenkeeper, in einem auf der FCB-Homepage publizierten Video sagt: «Für uns ist jetzt Vollgas.»

Rasen wird «vernagelt»

Heute Donnerstag ist der Rasen aus Holland eingetroffen. Die rund zwei Meter breiten Rasenrollen werden im Verlauf des Tages von den Holländern ausgerollt und im Boden «vernagelt». «Natürlich werden keine richtigen Nägel in den Boden gerammt, sondern die Rasen-Stücke werden mit Hilfe einer Maschine im Boden festgestanzt», sagt Simon Walter, Kommunikationsbeauftragter des FCB.

Obschon die Holländer den Rasen auslegen, können Studach und seine Kollegen nicht Däumchen drehen. Sobald der Rasen im Joggeli liegt, wird er von ihnen bearbeitet. Erst wird gemäht, dann gezeichnet - und schon bald wieder Fussball gespielt. Schliesslich ist schon am Samstag Sion erstmals diese Saison zu Gast in Basel. Aber wie ist es das überhaupt möglich, dass man so schnell auf diesem Rasen spielen kann? Walter: «Wir haben dieses Mal deutlich dickere Stücke verlegt als vor knapp drei Monaten.» Denn der Rasen würde um diese Jahreszeit gar nicht mehr wirklich Wurzeln schlagen, wie das noch im Sommer der Fall war. Und am Samstag kommt ja schon Sion erstmals in dieser Saison nach Basel.

Muss der FCB gar nicht alles zahlen?

Was zudem viele Fans erstaunte, war die Tatsache, dass der FC Basel für die Kosten des neuen Rasens aufkommen muss. «Der FCB übernimmt einstweilen die Kosten des Rasenwechsels», sagt Walter, «wir haben den Verband aber kontaktiert.» Sprich: Der FCB trägt zwar vorerst die Kosten. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Es scheint gut möglich, dass auch der Verband einen Teil der Kosten übernimmt, die dem FCB durch den Express-Rasenwechsel entstanden sind.

Diese dürften sich übrigens in einem ähnlichen Rahmen bewegen wie im August. Damals musste der FCB rund eine Viertelmillion hinblättern, weil der Rasen zuvor von einem asiatischen Pilz befallen war und ausgetauscht werden musste. Obwohl die jetzige Rasendecke dicker ist, seien die Kosten ungefähr identisch, sagt Walter. «Es fielen damals noch weitere Arbeiten an, die jetzt, beim zweiten Mal, nicht mehr nötig sind.»

Meistgesehen

Artboard 1