Reaktionen

«GC in Geiselhaft», «beschämende Bilder» – die Reaktionen auf die Schmach von Luzern

Erpresst: GC-Spieler übergeben den Fussball-Schläger ihre Trikots.

Erpresst: GC-Spieler übergeben den Fussball-Schläger ihre Trikots.

Es läuft die 66. Spielminute, die Grasshoppers liegen gegen den FC Luzern mit 0:4 Punkten im Rückstand. GC steht nach 70 Jahren der Abstieg aus der höchsten Spielklasse bevor. Doch damit nicht genug.

Eine Horde eigener Fans droht, den Platz zu stürmen. Zuletzt muss das Spiel unterbrochen werden. «Beschämende Bilder, die für den Zerfall von GC stehen». So titelt am Tag nach der Schande der «TagesAnzeiger».

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Fussball-Schläger hätten keine Vorstellung, wie sehr sie GC und dem ganzen Fussball schaden, heisst es im Artikel. «Der Club wird lange brauchen, um sich von diesem Schaden zu erholen.»

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Ähnlich vernichtend klingt es in einem Kommentar vom «Blick» am Montag: «Der tiefe Fall des einst noblen Rekordmeisters GC geht weiter, immer schlimmer. GC schafft es nicht einmal, sich einigermassen erhobenen Hauptes und mit Anstand aus der Super League zu verabschieden.»

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In einem weiteren Artikel über den GC-Skandal schreibt die Zeitung, an der Spitze des Hooligan-Mobs sei in Luzern ein altbekannter Neonazi gestanden. Stefan N., der keinen Hehl aus seiner Gesinnung mache, sei es gewesen, der sich bedrohlich vor dem Teamcaptain Heinz Lindner und GC-Präsident Stephan Rietiker aufgebaut und die Herausgabe der Trikots der Spieler verlangt habe. Diese mussten zuletzt kapitulieren und den Schlägern wurden die Trikots übergeben.

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Später begründete der Club in einer Mitteilung: «Weil die Situation zu eskalieren drohte, haben wir in Absprache mit den Sicherheitskräften entschieden, der Kurve die Trikots zu übergeben. Die Sicherheit der Spieler und jene der friedlichen Fans im Stadion ist das für uns wichtigste Gut. Die Entscheidung bedeutet nicht, dass wir damit das unsportliche und menschlich fragwürdige Verhalten gutheissen.»

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Die «NZZ» kommentiert die GC-Schmach so: «Die Relegation ist drei Runden vor Schluss Tatsache geworden, auf die unrühmlichste Art und Weise. Der Abstieg ist ein Faktum mit monatelangem Prolog.»

(sar)

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