Super League

GC-Torschütze Djuricins Ansage vor dem Saison-Schlussspurt

Trotz schlechter Ausgangslage ist noch nicht alle Zuversicht aus Marco Djuricins Gesicht gewichen

Trotz schlechter Ausgangslage ist noch nicht alle Zuversicht aus Marco Djuricins Gesicht gewichen

Für die Grasshoppers wird am Sonntag der Rückstand zum rettenden 9. Platz grösser. Kein Grund für die Zürcher, sich jetzt schon mit dem Abstieg abzufinden.

Zürich, 16.45 Uhr: Kurz vor der Pause erheben sich die GC-Fans im Letzigrund und jubeln. Es ist vor ihnen auf dem Rasen zwar nichts Aufregendes geschehen, doch in Neuenburg hat der FC Thun soeben gegen Xamax das 1:0 erzielt. Und weil in Zürich GC ebenfalls führt, beträgt der Rückstand der Grasshoppers in der Live-Tabelle auf Xamax nur noch einen Punkt.

Zürich, 16.15 Uhr: Knapp eine halbe Stunde später können die GC-Fans nochmals die Faust ballen. Zwar hat Lugano auf dem Letzigrund mittlerweile ausgeglichen, aber in Neuenburg wehrt Thuns Torhüter Guillaume Faivre einen Penalty von Raphaël Nuzzolo ab. Noch immer führt Thun, und GC ist noch immer daran, das Handicap auf Xamax zu verringern. GC jubelt, Nuzzolo ist am Boden.

Zürich, 16.50 Uhr: Das Bild hat sich ins Gegenteil verkehrt. GC liegt am Boden, Nuzzolo jubelt. Eben hat Schiedsrichter Stephan Klossner in Zürich abgepfiffen - 1:1 zwischen GC und Lugano. Und in Neuenburg hat Nuzzolo Xamax mittels Freistoss spät noch zum Sieg geschossen. Nun liegen die Zürcher sechs Punkte hinter den Neuenburgern.

Zürich, 17.00 Uhr: GC-Torschütze Marco Djuricin hat sich vom Rasen aufgerappelt und sagt, was beim Rekordmeister nun wirklich alle denken müssen: "Jetzt wird es richtig eng." Doch der Stürmer, der erstmals seit Mitte Februar wieder in der Startformation gestanden und erstmals seit September 2018 ein Tor erzielt hat, bleibt positiv. "Aufgeben ist keine Option", so der Österreicher. Und ein simples Rezept, wie diese Saison doch noch zu einem guten Zürcher Ende kommen könnte, liefert er auch gleich nach. "Jetzt müssen wir die Eier in die Hand nehmen."

Im Spiel zuvor hatten die Grasshoppers tatsächlich ein Lebenszeichen gesendet. Sie spielten aggressiv und mit Emotionen. So ganz anders als in den letzten Spielen unter dem Anfang März entlassenen Thorsten Fink. Und auch ganz anders als in der Partie vor zwei Wochen in Sitten, als sie chancenlos 0:2 zurücklagen, ehe die eigenen Fans mit Petardenwürfen den Spielabbruch provozierten. "Wir wollten Siegeswillen zeigen und aktiv auftreten. Das ist uns in der ersten Halbzeit ganz gut gelungen", analysierte Trainer Tomislav Stipic. Ausserdem hätten sie "gegen einen starken Gegner gut verteidigt", so der Deutsche.

Sie wollen sich bei GC nicht unterkriegen lassen, nicht wegen der sechs Punkte Rückstand auf Xamax, und nicht nachdem sie gegen Lugano die beste Leistung in der Rückrunde gezeigt hatten. Schon in der nächsten Woche stehen zwei Runden auf dem Programm. GC spielt in St. Gallen, gegen den Gegner, den man als letzten hat schlagen können, und gegen den FCZ, im Derby, in dem bekanntlich so viel möglich sein soll. "Zum Glück gibt es jetzt eine englische Woche. Da haben wir keine Zeit um zu viel nachzudenken", sagte Stipic.

Ob sie am Ende können, bleibt eine Frage. Dass sie wollen, ist ganz klar. Es ist das GC-Motto: "Aufgeben ist keine Option." Oder wie Torhüter Heinz Lindner sagte: "Wir werden bis zum Ende an uns glauben."

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