Nachgefragt
Heinz Lindner nach dem Sieg gegen Servette: «Da war ein richtiges Knistern zu spüren»

Matchwinner Heinz Lindner spricht nach dem Spiel über seine eigene Leistung und die der Mannschaft. Ausserdem äussert er sich zur Torwartdiskussion und warum der FCB nur zu Hause gewinnt.

Esteban Waid
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Heinz Lindner ist der Matchwinner gegen Servette.

Heinz Lindner ist der Matchwinner gegen Servette.

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Die Schlagzeile im "Blick" wird morgen heissen: Lindner war Heinz-A. Sind sie damit einverstanden?

Heinz Lindner: (lacht) Das ist eine lustige Schlagzeile, aber Spass beiseite. Das war ein sehr gutes Spiel von uns allen. Wir haben endlich zu Null gewonnen, was uns in den letzten beiden Spielen in der Nachspielzeit verwehrt geblieben ist. Das war heute sehr wichtig.

Servette-Goalie Frick hat deine Leistung hervorgehoben und gesagt, dass Sie für die Null verantwortlich seien. Macht Sie das stolz?

Das freut mich natürlich sehr, gerade wenn es von einem Kollegen kommt. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden, aber man muss auch ganz ehrlich sagen, dass wir als Mannschaft eine kompakte Einheit auf dem Platz waren.Heute können wir alle stolz auf uns sein.

War das ein wichtiger Sieg gegen ein starkes Servette?

Absolut. Sie waren spielerisch sehr gut. Wir haben trotzdem versucht, die Räume eng zu machen. Das ist uns nicht immer gelungen. Aber wir waren heute eine Mannschaft auf dem Platz, die für diesen Sieg und für dieses "zu Null" gefightet hat.

Trotzdem waren Sie der Matchwinner und Sie haben gehalten, was auf den Kasten kam.

Danke sehr. Ich habe versucht, mein Bestes zu geben. Ich habe versucht, der Mannschaft Sicherheit zu geben, Ruhe auszustrahlen und wenn dann Bälle aufs Tor kamen, habe ich versucht, diese zu halten. Das ist mir heute sehr gut gelungen. Darüber bin ich wahnsinnig froh. Und auch darüber, dass wir gewonnen haben.

Waren Sie bei dem Lattenschuss von Kyei noch dran?

Nein, so ehrlich bin ich (lacht).

Kann man nach dieser Leistung davon ausgehen, dass Sie im Tor bleiben?

Ich versuche, da zu sein, wenn ich gebraucht werde und der Mannschaft und dem Klub zu helfen und mein Bestes zu geben. Das ist mir sehr gut gelungen. Wie es dann die nächsten Wochen aussieht, hat der Trainer zu entscheiden. Fakt ist aber auch, dass jeder Fussballspieler spielen will und so ist es bei mir natürlich auch.

Wie ist es euch gelungen, diesmal bis zum Schluss konzentriert zu bleiben?

In den letzten Spielen haben wir mit dem Schlusspfiff die Tore bekommen. Aus solchen Fehlern lernt man und diese Fehler will man dann unbedingt vermeiden. Das war heute zu spüren. Da war ein richtiges Knistern. Ich denke da ein eine Szene hinten rechts mit Silvan Widmer, wo er sich am Schluss noch in einen Schuss wirft und die Knochen nicht schont. Da hat jeder Einzelne, der auf dem Platz steht, Respekt verdient. Wahnsinn.

Heimspiele liegen euch im Moment mehr. Ist es gut, dass jetzt noch mal eins kommt?

Wir sind auch ohne Fans sehr heimstark. Es ist natürlich immer besser, zu Hause zu spielen. Wir müssen trotzdem versuchen, auch auswärts die Punkte zu sammeln. Auch das kommende Heimspiel wollen wir positiv gestalten und danach versuchen wir, auch auswärts zu punkten.

Liegt es an den fehlenden Reisen, dass ihr zu Hause stärker seid?

Die Reisen in der Schweiz sind jetzt nicht die längsten. Natürlich ist es angenehmer, wenn man im gewohnten Umfeld ist. Aber jeder spielt schon so lange Fussball, dass er es auch gewohnt ist, auswärts zu spielen, zu reisen und im Hotel zu schlafen. Deshalb glaube ich nicht, dass man das als Grund gelten lassen kann.