So deutlich, wie das Endresultat vermuten lässt, war die Begegnung aber bei weitem nicht. Vor allem in der Mitte der zweiten Halbzeit drängten die Gäste aus Nyon auf den 2:2-Ausgleich. Am nächsten kamen Joni De Oliveira, dessen Abschluss Ivan Ivanov auf der Linie klärte (71.), und Bruno Brito, der am reflexstarken FCB-Keeper Dario Thürkauf scheiterte (72.).

Rotblau blieb unerreichbar

Dass die Rotblauen kurz darauf auf 3:1 erhöhen konnten, verdankten sie einem Geschenk von Gästegoalie Osni Mutombo, der einen gefangenen Ball vor dem heranstürmenden Robin Huser aus den Händen gleiten liess (74.). Zwar verkürzten die Westschweizer nach einem von Ivanov verschuldeten Foulpenalty noch einmal (82.), doch am Ende hatte das Heimteam den längeren Atem: Arxhend Cani (88.) sowie Huser mit seinem zweiten Treffer (89.) sorgten dafür, dass im letzten Spiel des Kalenderjahres ein hoher Sieg resultierte.

«Ich bin glücklich, dass wir gewinnen und damit eine Reaktion auf die Niederlage in der Vorwoche zeigen konnten», resümierte Massimo Ceccaroni nach Spielschluss.

Dem Basler Interimstrainer war aber nicht entgangen, dass seine von diversen Absenzen geplagte Equipe dem Gegner zu viele Chancen zugestanden hatte. Den Grund dafür ortete er im zu wenig ausgeprägten Defensivdenken. «Wir befassen uns im Spiel nur damit, was mir machen sollen, wenn wir den Ball haben oder ihn kriegen könnten. Doch wir müssen die Situationen ohne Ball viel besser fühlen und antizipieren.»

Pause soll guttun

Die Arbeit wird Ceccaroni respektive seinem noch zu bestimmenden Nachfolger also nicht ausgehen. Obwohl der FCB-Nachwuchs nach zuletzt vier Siegen aus fünf Partien vom letzten auf den 7. Tabellenplatz geklettert ist, ist der Interimstrainer froh, dass der Spielbetrieb in den nächsten Monaten ruht. «Die Winterpause kommt zum richtigen Zeitpunkt.»