Nachgefragt

Kemal Ademi spricht über die schwierige Zeit: «Ich brauchte die Hilfe von Marco Streller»

Kemal Ademi: «Wir haben sehr  viele individuelle Fehler gemacht. Das ist gegen Lugano nicht gut.»

Kemal Ademi: «Wir haben sehr viele individuelle Fehler gemacht. Das ist gegen Lugano nicht gut.»

Der doppelte Doppelpacker Kemal Ademi hält nichts von Schongang in der Liga und erklärt nach dem turbulenten 4:4 gegen Lugano seinen persönlichen Weg aus der Torkrise.

Kemal Ademi, Sie haben zwei Tore geschossen, aber freuen werden Sie sich nach diesem Spiel kaum.

Kemal Ademi: (lacht). Ja, das war kein gutes Spiel von uns. Wir haben uns das anders vorgestellt. Wir wollten an den St. Gallen-Match anknüpfen, aber es ist dann anders gelaufen. Da müssen wir einige Dinge besser machen.

Einmal spielt der FCB sehr stark, dann wieder ganz schwach. Woran liegt das?

An vielen Faktoren. Heute haben wir sehr viele individuelle Fehler gemacht. Das ist nicht gut, da wir wissen, dass Lugano auf Konter spielt und das ausnutzen kann. Wir können das besser.

Jetzt wird der FC Basel sicher nicht mehr Meister. Haben Sie das schon realisiert?

Um Meister zu werden, hätten wir vor einer Woche schon gegen Servette gewinnen müssen. Jetzt ist es aber definitiv abgehakt. Wir haben noch zwei Spiele und die wollen wir nutzen, um Selbstvertrauen für den Cup und die Europa League zu tanken.

Würde es nicht mehr Sinn machen, sich gegen Thun und Luzern zu schonen?

Nicht unbedingt. Wir wollen diese beiden Spiele gewinnen und so ein gutes Gefühl bekommen. Dann schauen wir, was in den anderen beiden Wettbewerben noch möglich ist.

Sie selber haben in dieser Woche gleich zwei Doppelpacks geschnürt, zuvor in der Rückrunde aber nur ein weiteres Mal getroffen

Ja. Ich brauchte viel Hilfe. Von meiner Familie aber auch von Marco Streller. Ich hatte viel Kontakt mit ihm, das hat mir geholfen. Es freut mich, dass ich jetzt wieder treffe und der Mannschaft helfe.

Was hat Ihnen Marco Steller mit auf den Weg gegeben?

Das kann ich nicht verraten. Ich bin ständig mit ihm in Kontakt. Er ist erfahrener als ich und weiss, wie man mit schwierigen Situationen umgeht.

Sie sind ja auch ähnliche Spielertypen. Ist er ein Vorbild für Sie?

Ich habe ihn früher schon bewundert, als ich noch bei St. Gallen gespielt habe. Er war ein guter Spieler, aber nicht unbedingt ein Vorbild. Aber ich höre gut zu, wenn er mir etwas erzählt.

Wie funktioniert der Kontakt mit Streller? Wer ruft da wann wen an?

Er gratuliert mit immer nach meinen Toren. Dann hören wir uns kurz und er sagt mir, was gut war und was ich besser machen kann. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Vor allem in dieser Zeit, in der ich viel auf der Bank sass.

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