Borussia Mönchengladbach steht in der Bundesliga ganz tief im Schlamassel: Letzter Platz und sieben Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Da kam die 1:3-Niederlage gegen St. Pauli ziemlich ungelegen: Trainer Michael Frontzeck musste die Koffern packen und wurde gestern entlassen. Nun steht der Nachfolger bereits fest – und es ist ein Altbekannter, ein Schweizer: Lucien Favre. Als weiterer heisser Kandidat kam auch Ex-FCB-Trainer Christian Gross infrage.

Favre kennt die Bundesliga bereits bestens. Er führte Hertha Berlin 2009 überraschend auf den vierten Platz, strauchelte aber eine Saison später und wurde in Herthas Abstiegssaison vorzeitig entlassen. Seitdem war der Romand arbeitslos.

Dass Favre das Amt als Gladbach-Trainer angenommen hat, mag ein wenig erstaunlich sein. So ist es doch ein Job auf sehr wackeligem Stuhl. Zudem lässt kein Trainer gerne Abstiege in seinem Lebenslauf notieren, was bei Gladbach durchaus möglich sein könnte.

Brisant: Favre soll nicht nur der Saison-Retter von Gladbach sein. Ihm wurde gemäss «Bild» einen Vertrag über das Saisonende hinaus angeboten. Ob er es schafft, das Team in der ersten Bundesliga zu halten? (sha)