Nachgefragt

Marcel Koller nach dem 2:2 in Genf: «Da geht es nicht darum, ob es noch fair ist»

FCB-Trainer Marcel Koller freut sich, dass sein Team zweimal einen Rückstand wettmachte.

FCB-Trainer Marcel Koller freut sich, dass sein Team zweimal einen Rückstand wettmachte.

FCB-Trainer Marcel Koller spricht nach dem 2:2 in Genf über die Auswärtsschwäche des FC Basel und Fairness in Zeiten von Corona.

Marcel Koller, wie lautet Ihre Analyse zu diesem 2:2-Unentschieden in Genf?

Marcel Koller: Es war intensiv. Es ging hin und her, die Temperaturen war sehr heiss. Meine Mannschaft musste zweimal auf einen Rückstand reagieren und hat es geschafft, zurück zu kommen. Das haben wir sehr gut gemacht. Am Schluss hatten wir noch die Chance auf das dritte Tor. Doch ich muss auch sagen, dass Servette ebenfalls noch die ein oder andere Möglichkeit hatte. Darum geht das 2:2-Unentschieden am Ende in Ordnung.

Aufsteiger Servette hat gegen Basel in dieser Saison eine ausgeglichene Bilanz. Zwei Unentschieden und je einen Sieg und eine Niederlage. Warum bereiten die Genfer dem FCB solche Probleme?

Sie sind eine gute Mannschaft, haben ein sehr gutes Umschaltspiel. Auch heute hat man gesehen, dass sie, sobald wir den Ball verloren haben, extrem schnell umgeschaltet haben. Mit Stefanovic haben sie den idealen Spieler dafür. Dazu haben sie viele Einzelspieler, die eine gute Technik haben und Tore schiessen können.

Warum hat Jasper van der Werff heute Linksverteidiger gespielt? War das ein Entscheid, um Stefanovic in den Griff zu bekommen?

Ja. Aber auch weil Omar Alderete und Eray Cömert in der Innenverteidigung sehr gut harmonieren. Jasper hat das zum ersten Mal gespielt und eigentlich gut umgesetzt. Es ist klar, dass du mit einem stärkeren linken Fuss mehr nach vorne machen kannst.

Seit dem Restart hat der FCB auswärts nur ein Spiel gewonnen. Woran liegt das?

Auswärts ist es grundsätzlich schwieriger. Auch YB hat damit aktuell zu kämpfen, auch wenn sie jetzt mal wieder auswärts gewonnen haben. Auch ohne Zuschauer fühlt man sich als Heimteam wohler und versucht Druck aufzubauen. Auswärts hat man dagegen meisten nicht so viele Möglichkeiten.

Der aus der Quarantäne zurückgekehrte FCZ fühlt sich benachteiligt und hätte das Spiel gegen YB gerne verschoben. Die Liga lehnte ab. Ist die Meisterschaft aktuell noch fair?

(überlegt). Ich kenne die Hintergründe nicht, warum die Verschiebung nicht bewilligt wurde. Ohne Mannschaftstraining ist es sicher schwierig. Allgemein ist die ganze Situation schwierig. Da geht es nicht darum, ob es noch fair ist. In der Coronazeit ist alle paar Tage wieder etwas anders. Damit musst du umgehen. 

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