Sprachenvielfalt

Nach Vorwurf mangelnden Respekts: Fussballverband ändert Durchsage-Politik

Auslöser für die Kritik war das Spiel Schweiz gegen Georgien in St. Gallen im letzten November.

Auslöser für die Kritik war das Spiel Schweiz gegen Georgien in St. Gallen im letzten November.

Italienisch wird bei Spielen der Schweizer Fussballnati den anderen Landessprachen gleichgestellt. Nach Druck aus dem Kanton Tessin hat der Schweizerische Fussballverband (SFV) seine Politik überarbeitet.

Auslöser war das Länderspiel im November zwischen der Schweiz und Georgien in St. Gallen. Ein Vertreter des Forums für die italienische Sprache in der Schweiz bemerkte dabei: Die offiziellen Durchsagen gibt es auf Deutsch, Französisch und Englisch, nicht aber auf Italienisch. Das Forum warf dem SFV daraufhin in einem Brief mangelnden Respekt vor der dritten Landessprache vor.

Der Fussballverband kündigte als Folge eine Überprüfung der Sprachenpolitik an. Diese ist nun abgeschlossen, wie das Forum am Donnerstag bekannt gab. In Zukunft werden die Durchsagen in der vor Ort gesprochenen Sprache und in einer für das Gastteam verständlichen Sprache – in der Regel Englisch – gemacht. In der Praxis würden die Landessprachen von nun an fair behandelt, zeigte sich das Forum erfreut. (rwa) 

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