Kommentar

Nationaltrainer Petkovic besucht Shaqiri: Wenn ein Gespräch statt Normalität plötzlich eine Sensation ist

Ein Trainer und sein Problemfall: Vladimir Petkovic besucht nun Xherdan Shaqiri in Liverpool.

Ein Trainer und sein Problemfall: Vladimir Petkovic besucht nun Xherdan Shaqiri in Liverpool.

Der Nationalspieler Xherdan Shaqiri fühlte sich zuletzt mental ausgelaugt und nicht fähig, für die Schweiz zu spielen. Wie es ihm geht, ist weiter unklar. Trainer Vladimir Petkovic besucht ihn nun zusammen mit Supermanager Pierluigi Tami in Liverpool. Das ist der richtige erste Schritt von vielen. Ein Kommentar.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic steigt ins Flugzeug, besucht mit Supermanager Pierluigi Tami den mental angeschlagenen Xherdan Shaqiri. In der Schweiz ist das anberaumte Gespräch in Liverpool etwas zwischen Breaking News und Sensation – anstatt eine Selbstverständlichkeit. Das lässt tief blicken.

Das Gespräch, wahrscheinlich findet es nächste Woche statt, ist trotzdem der richtige Schritt. Aber erst einer von vielen, die nötig sind, um das dringlichste Problem rund um das Schweizer Nationalteam zu lösen. Die Frage ist, ob bei dieser diffizilen Ausgangslage überhaupt ein Erfolg möglich ist. Shaqiri fühlte sich zuletzt leer und ausser Stande, fürs Nationalteam zu spielen. Petkovic und Tami deckten ihn öffentlich – obwohl es schwer fällt, für Shaqiris Verhalten Verständnis aufzubringen. Nun müssen sie ihrem wichtigsten Kreativspieler Seelsorger sein – aber gleichzeitig klar machen, dass ein Bekenntnis fürs Nationalteam angebracht wäre.

Es ist eine schwierige Aufgabe. Gerade wenn man sich vor Augen führt, wie angeschlagen die Beziehung zwischen Petkovic und Shaqiri ist.

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