Nationalmannschaft

Nationaltrainer Vladimir Petkovic steht vor einem Mammutprogramm: 28 Partien im Fernsehen verfolgen

Verbringt das Wochenende vor dem Fernseher: Vladimir Petkovic.

Verbringt das Wochenende vor dem Fernseher: Vladimir Petkovic.

Am 13. November spielt die Schweizer Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen die Färöer-Inseln. Naticoach Petkovic verfolgt die Spieler seiner Schützlinge im Fernsehen und wundert sich über die Position von Ricardo Rodriguez.

Das nächste Wochenende wird happig. Nicht weniger als 18 Partien stehen fein säuberlich aufgelistet auf einem Blatt Papier. Es ist das Fernsehprogramm, das Vladimir Petkovic zu bewältigen hat. Und nimmt man noch die zehn Spiele dazu, die schon unter der Woche mit Schweizer Beteiligung ausgetragen werden, sind es sogar 28. Natürlich ist es nicht möglich, sich alle diese Partien in voller Länge anzuschauen, aber ein Auge auf jedes einzelne haben will der Nationaltrainer schon. Er muss wissen, wie François Moubandje mit Toulouse gegen Nantes ausgesehen hat oder Blerim Dzemaili mit Bologna in Rom. Was er gestern im Spiel zwischen Stoke und Swansea gesehen hat, dürfte ihn nicht erfreuen: Xherdan Shaqiri musste nach 26 Minuten verletzt vom Platz. Wie lange er ausfallen wird, ist noch nicht klar.

Es ist die letzte Gelegenheit, den Formstand seiner Spieler vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Färöer am 13. November in Luzern zu überprüfen. Für die Schweizer geht es darum, dass die bisher makellose Bilanz auch nach vier Spielen so bleibt. «Ich habe nur ein Ziel, und das lautet, den nächsten Gegner zu schlagen», sagt Petkovic.

«Kein Selbstläufer»

Zweimal haben die Schweizer schon ein Heimspiel gegen die Färinger bestritten, 5:1 endete es 2002 in Zürich, 6:0 vier Jahre später in Basel. Doch Petkovic sieht in dieser Begegnung alles andere als einen Selbstläufer. Die Färöer-Inseln haben immerhin ihr Auswärtsspiel gegen Lettland gewonnen, zu Hause gegen die Ungarn 0:0 gespielt, und das 0:6 gegen Portugal ist gemäss Petkovic viel zu hoch ausgefallen: «Die Portugiesen haben aus drei Chancen vier Tore gemacht und dann in den Schlussminuten noch zwei weitere geschossen.» «Portugal war nicht so dominant, wie man aufgrund des Resultates glauben könnte.»

Die Schweiz wird nicht in derselben Formation auflaufen wie zuletzt beim 2:1 in Andorra. Nach seiner Verletzung ist Breel Embolo noch für einige Zeit nicht verfügbar. «Das ist eine Schwächung für uns. Aber das Leben geht weiter», sagt Petkovic, der verletzungsbedingt auch auf Michael Lang vom FCB und möglicherweise auf Gelson Fernandes (Rennes) verzichten muss.

Dass Granit Xhaka im Klub wieder einmal wegen einer Rotsperre pausieren muss, gefällt Petkovic natürlich nicht. «Arsenals Trainer Arsène Wenger hat gesagt, es sei ein Lehrplätz für Xhaka, und das hoffe ich natürlich auch.» Überrascht hat Petkovic, dass Aussenverteidiger Ricardo Rodriguez beim VfL Wolfsburg zweimal in der Innenverteidigung eingesetzt wurde. «Das war wohl auch eine Überraschung für ihn selber. Aber er kann von dieser Erfahrung nur profitieren», sagt Petkovic, der das Champions-League-Spiel des FCB gegen den PSG heute Abend im Stadion verfolgen wird.

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