Regeländerungen

Neue Fussball-Revolution? Regelhüter beraten über Handspiel und Nachschuss beim Penalty

Paul Pogba verschoss gegen Everton einen Penalty traf aber im Nachschuss das soll bald nicht mehr möglich sein

Paul Pogba verschoss gegen Everton einen Penalty traf aber im Nachschuss das soll bald nicht mehr möglich sein

Nach der Einführung des Videobeweises folgt womöglich bald die nächste Regel-Revolution im Fussball. Das International Football Association Board (IFAB) berät heute in London über Regeländerungen, die weitreichende Auswirkungen auf den Sport haben könnten. Das Fifa-Gremium knöpft sich drei Regeln vor, um aktuelle Missstände zu beheben.

1. Handspiel

Absicht oder keine Absicht? Arm angelegt oder nicht? Hands-Entscheidungen sorgen im Fussball immer wieder für Konfusionen, oft wurden die Regeln nicht einheitlich ausgelegt. Das soll sich nun ändern, die Absicht aus dem Regelbuch gestrichen werden: Ausschlaggebend soll künftig sein, ob eine unnatürliche Bewegung des Spielers vorliegt. Dies wäre immer der Fall, wenn der Ball den Arm über Schulterhöhe trifft. Unter Schulterhöhe soll ein Handspiel geahndet werden, wenn der Arm vom Körper weiter abgespreizt ist als die Uhrzeiger-Stellungen 4 Uhr oder 8 Uhr.

Das IFAB möchte die Handspiel-Diskussionen gerne im Keim ersticken – fraglich, ob das funktioniert

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2. Penalty

Bei einem Penalty während des Spiels soll der Nachschuss abgeschafft werden. Scheitert ein Schütze am Torhüter oder am Gehäuse soll es in Zukunft Abstoss geben. Damit soll verhindert werden, dass die anderen Spieler zu früh in den Strafraum rennen und es dort zu umstrittenen Szenen kommt.

Solche Szenen soll es künftig nicht mehr geben.

Solche Szenen soll es künftig nicht mehr geben.

3. Auswechslungen

Um lästiges Zeitspiel zu verhindern, sollen ausgewechselte Spieler das Feld nicht mehr in der Spielmitte vor den Trainerbänken, sondern gleich an der nächstgelegenen Aussenlinie verlassen.

Heutzutage dauert es oft viel zu lange, bis der ausgewechselte Spieler vom Feld getrabt ist

Heutzutage dauert es oft viel zu lange, bis der ausgewechselte Spieler vom Feld getrabt ist

Heute Diskussion, Entscheid am 22. November

Heute wird in London erst über die neuen Regeln diskutiert. Am 22. November soll sich entscheiden, ob über die Regeländerung auf der IFAB-Generalversammlung im März 2019 abgestimmt wird. Das IFAB-Gremium mit Hauptsitz in Zürich besteht aus acht Mitgliedern – vier FIFA-Funktionären und je einem Vertreter der Verbände aus England, Nordirland, Schottland und Wales. Mindestens sechs der acht Gremium-Stimmen sind für eine Regeländerung notwendig. 

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