Super League

«Nicht eine Sekunde an einen Trainerwechsel gedacht»

FCZ-Präsident Ancillo Canepa spricht vor dem Rückrunden-Start in der Super League über Visionen und Herausforderungen

FCZ-Präsident Ancillo Canepa spricht vor dem Rückrunden-Start in der Super League über Visionen und Herausforderungen

Unmittelbar vor dem Start zur Super-League-Rückrunde spricht der FCZ-Präsident Ancillo Canepa mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA über die Visionen und anstehenden Herausforderungen seines Klubs.

In der Büro-Lounge des Präsidenten ist spür- und sichtbar, dass der FC Zürich sich seit dem Amtsantritt Canepas im Dezember 2006 nie als Nebendarsteller verstand. Trophäen, Medaillen, Bilder von euphorischen Zeiten. "Wir haben beim FCZ miterlebt, wie es ist, den Cup und die Meisterschaft zu gewinnen - oder Champions League oder Europa League zu spielen. Da ist es logisch, dass wir uns irgendwann wieder nach vorne orientieren wollen", sagt der Hauptaktionär und zieht genüsslich an seiner Pfeife.

Von der auf höchster Ebene verordneten Strategie, primär auf Talente der klubeigenen Akademie zu setzen, wird der Stadtzürcher Klub nicht abweichen. "Unsere Philosophie werden wir knallhart durchziehen", so Canepa. "Wir können Lionel Messi nicht kaufen, aber wir können bildlich gesprochen vielleicht einen Messi ausbilden." Vor der nächsten Transferwelle der Jungen fürchtet sich der FCZ-Patron nicht: "Unsere Pipeline ist gefüllt mit talentierten Spielern. Wir haben rund 30 Nachwuchs-Nationalspieler im Klub."

Nie zur Debatte stand offenbar, wer die verjüngte Equipe in die Zukunft führen soll: Ludovic Magnin. "Ich habe nicht eine Sekunde an einen Trainerwechsel gedacht.“ Den Westschweizer habe er als "stressresistent" wahrgenommen. "Als es nicht lief, verfiel er nicht in Hysterie." Er habe keinen Aktionismus entwickelt, "wie ich es bei früheren Trainern gelegentlich erlebt habe", sagte Canepa im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Neben dem sportlichen Sektor hat Canepa weiterhin einen anderen Schauplatz im Visier. Im Frühjahr stimmt die Bevölkerung zum vierten Mal über das Stadionprojekt ab. Der Prozess wird sich erneut verzögern, der FCZ-Präsident hat seine Zuversicht (noch) nicht verloren, seine persönliche Zukunft macht er vom wirtschaftlich kursweisenden Entscheid nicht abhängig: "Ich bin überzeugt davon, dass das Stadion gebaut wird - und wir dann den FCZ auch neu positionieren können."

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