FC Basel
Nur Gutes von der FCB-Personalfront: Captain Marco Streller kehrt zurück

Nach seinem Muskelriss kehrt FCB-Captain Marco Streller ins Team zurück. Seine Genesung ist nur eine der positiven Nachrichten von der Basler Personalfront. Endlich erhält Trainer Murat Yakin wieder Spielraum für die Aufstellung.

Sebastian Wendel
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Marco Streller will spielen, aber dieses Mal ohne zu viel Risiko.

Marco Streller will spielen, aber dieses Mal ohne zu viel Risiko.

Keystone

«So viel», sagt Marco Streller und hält Daumen und Zeigefinger einen Zentimeter auseinander. «So viel fehlt noch, dann gehts wieder.» Ganz klar: Der Captain brennt darauf, seiner Mannschaft im Meisterschaftsendspurt endlich wieder helfen zu können.

Drei Wochen ist es her, als im Ligaspiel gegen den FCZ in Strellers Oberschenkel ein Muskel riss. Nach nur acht Minuten, die jedoch reichten, um Sturmpartner Giovanni Sio das 1:0 (Endresultat: 4:2) aufzulegen. Nun steht Streller vor der Rückkehr für die Partie am Mittwoch gegen Luzern (bei uns im Liveticker ab 20.30 Uhr). Er fühle sich gut, habe gut trainiert. «Aber ich will nicht wieder zu früh anfangen.»

Eine Anspielung auf das Comeback nach der vorangegangenen Verletzung: Am 13. April in Sion stand Streller sieben Tage nach einer Adduktorentzündung wieder auf dem Platz, unverkennbar noch nicht vollständig regeneriert. Drei Tage später gegen Zürich der erwähnte Muskelriss. «Wenn wieder etwas kaputt geht, ist die Saison wohl vorbei. Dieses Risiko gehe ich nicht ein», sagt Streller. Gegen die Innerschweizer werde er maximal auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Diaz und Delgado blühen auf

Tönt plausibel, zudem hat auch Streller gesehen, wie souverän die Mannschaft trotz der Absenz ihres wichtigsten Spielers am Sonntag die drei Punkte in St. Gallen gewann. Doch wer ihn kennt, weiss, dass Streller am Mittwoch gegen Luzern genauso gut in der Startformation stehen könnte. Schon oft hat der 32-Jährige mit unerwartet frühen Comebacks alle, inklusive Trainer und Mannschaft der Gegner, überrascht.

Die Genesung des Captains ist nur eine von vielen positiven Nachrichten von der Basler Personalfront. Gegen Luzern kehren Fabian Frei und Geoffroy Serey Die zurück, denen die Zwangspause in St. Gallen – beide waren gesperrt – gutgetan hat. Die Verletzungen von Fabian Schär und Philipp Degen sind ausgeheilt, sie spielten bereits am Sonntag wieder. All dies gibt Trainer Murat Yakin wieder Spielraum für die Aufstellung und die Möglichkeit, die Ersatzbank mit Routiniers zu besetzen.

Ein Faktor, der sich für den FCB im Titelrennen noch als entscheidend herausstellen könnte, ist der Formanstieg seiner Südamerikaner. Marcelo Diaz und Matias Delgado, technisch die Besten im Team, spielten in St. Gallen wieder einmal so, wie man es von ihnen erwartet: schön anzuschauen, effizient, einfach gut. Bleiben sie in der Mannschaft, bestätigen sie das Gezeigte und spielt auch noch Marco Streller, muss sich Luzerns Abwehrreihe warm anziehen.

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