Urs Fischer macht selten eine Ausnahme. Lieber bleibt er seinen Prinzipien treu. Doch am Freitag wich er einmal davon ab. Statt wie immer keine Auskunft darüber zu geben, wer in der Startelf für das anstehende Spiel stehen wird, sagte er ganz offen: «Serey Die und Andraz Sporar werden ganz sicher auflaufen gegen Zug.»

Das Duell gegen den Erstligisten im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups wird für beide ein Comeback nach langen Pausen. Während Serey Die in der Rückrunde bei Stuttgart doch noch zum einen oder anderen Einsatz kam, war Sporar das ganze letzte halbe Jahr dazu verdammt, seinen neuen Teamkameraden von der Tribüne aus zuzusehen. 

«Sie haben beide sehr viel und hart arbeiten müssen. Es war nicht einfach und deshalb freue ich mich sehr für sie», sagt der FCB-Trainer weiter. 

Serey Die und Sporar werden im Vergleich zum Spiel vom Dienstag gegen Ludogorets Rasgrad aber nicht die einzigen neuen Spieler sein, die eine Einsatzchance erhalten werden. «Der eine oder andere, der zuletzt zu kurz kam, wird Spielpraxis erhalten, ja», erklärte Fischer. So seien auch Spieler wie Blas Riveros ein Thema. «Er ist immer eine Option, weil er ein Kaderspieler ist.» Dasselbe gilt für Kevin Bua, der wie Riveros noch auf seinen ersten Erstkampf für den FCB wartet. 

Regeneration statt Rhythmus 

Doch mit Fischers Andeutungen, dass es ein paar Wechsel geben wird, wird auch klar, dass sich dieser Cup-Match stark von jenem gegen Rapperswil in der letzten Runde unterscheiden wird. Dort stellte Fischer seine nominell stärkste Mannschaft auf. Gegen Zug am Sonntag (ab 15.30 Uhr im Liveticker) wird dem nicht so sein. Fischer: «Der letzte Cup-Match hatte eine andere Bedeutung. Dort ging es darum, zu Beginn der Saison einen Rhythmus zu finden.»

Dieses Mal steht aber mehr die Regeneration als die Suche nach dem Rhythmus im Fokus. Denn eine englische Woche hat der FCB nun hinter sich, zwei stehen noch bevor. Insgesamt sieben Spiele innert drei Wochen müssen die Basler bestreiten. Dass sich da Pausen aufdrängen, liegt auf der Hand. 

Ohnehin eine Pause hätte es für Marc Janko gegeben. Der Österreicher musste sich gegen Rasgrad in der 40. Minute verletzt auswechseln lassen. Nun ist klar, was er hat: «Er hat Probleme mit dem Sehnenansatz oberhalb vom Knie.» Er mache aber bereits Fortschritte, gravierend sei es nicht. Wann er wieder zurück ist, will Fischer nicht verraten. Nur, dass das Spiel gegen Zug 94 zu früh kommt.