Champions League

Ronaldomania am Flughafen Bern-Belp! 600 Fans wollen die Ankunft von Cristiano Ronaldo und Co. sehen

Punkt 17 Uhr hat das Flugzeug mit der italienischen Mannschaft Juventus Turin an Bord Schweizer Boden berührt. Die Freude bei den Fussball-Fans am Flughafen Bern-Belp war gross, Cristiano Ronaldo & Co. wurden mit Spannung erwartet. Umso grösser war dann die Enttäuschung, als die Juve-Spieler, kaum gelandet, in ihrem Mannschafts-Bus verschwanden.

Rund 600 Fans hatten die Spieler von Juventus Turin am Flughafen in Bern-Belp erwartet und gehofft, einen Blick auf die Fussballstars Ronaldo & Co. erhaschen zu können.

Doch die Juve-Spieler liessen Hunderte von enttäuschten Fans zurück, als sie von ihrer A319-Maschine direkt in den Mannschaftsbus marschierten und über das Rollfeld davonbrausten – nur ganz kurz sahen die Fans den Juve-Bus mit den verdunkelten Scheiben vorbeirauschen. Während damals Manchester United den Hauptausgang gewählt und sich Zeit für ihre Fans genommen hatte, sah man heute von den Juventus-Spielern herzlich wenig.

Grosse Aufregung bei Ankunft von CR7

Grosse Aufregung bei Ankunft von CR7

Kurz nach 17.00 Uhr landete beim Flugplatz Belp die Mannschaft von Juventus Turin, dem morgigen Gegner der Young Boys. Mehr als 600 Fans haben die Ankunft vor Ort mitverfolgt. Die Spieler, darunter auch Superstar Cristiano Ronaldo, sind noch auf dem Rollfeld in den Bus eingestiegen und in Richtung Stade de Suisse gefahren.

Morgen Abend um 21:00 Uhr wird Juventus Turin im Stade de Suisse zum letzten Spiel der Champions-League-Gruppenphase gegen YB antreten.

Vom Flugzeug direkt in den Bus – die Juve-Spieler liessen enttäuschte Fans zurück.

Vom Flugzeug direkt in den Bus – die Juve-Spieler liessen enttäuschte Fans zurück.

Cristiano Ronaldo ist der vermutlich grösste Fussballer, der je in der Blüte seiner Karriere in einem zählenden Match im Wankdorf oder im Stade de Suisse gespielt haben wird. So freuen sie sich in Bern für den Mittwochabend allenthalben nicht nur auf Juventus Turin, die derzeit möglicherweise stärkste Klubmannschaft der Welt, sondern auf den Spieler, der alle individuellen Rekorde bricht. Wird «CR7» seinen 121 Toren in der Champions League weitere hinzufügen und seinem einzigen Rivalen Lionel Messi davonziehen? In jedem Fall müssen sich die Young Boys etwas einfallen lassen, um den Superstar zu bremsen und ihn im Idealfall zu stoppen.

Juventus wird am Flughafen bereits von einigen Fussball-Fans erwartet.

Juventus wird am Flughafen bereits von einigen Fussball-Fans erwartet.

Ein Sieg gegen Juve dürfte für YB wohl ein schwieriges Unterfangen werden. Beim Hinspiel kassierte die Berner Mannschaft eine 0:3-Niederlage – die drei Tore wurden dabei allesamt von Juves Dybala geschossen. Ob die Young Boys ein Mittel gegen die Topspieler von Juventus Turin finden werden, bleibt abzuwarten.

YB kann den letzten Platz in seiner Gruppe der Champions League nicht mehr abtreten. Dennoch geht es für die Berner im Heimspiel gegen Juventus Turin um etwas: um 2,7 Millionen Euro und viel Ehre. YB-Trainer Gerardo Seoane erhofft sich einen erfreulichen Abschluss. «Der Match ist für uns eine grosse sportliche Herausforderung. Und wir wollen auch den Fans für ihre riesige Unterstützung etwas zurückgeben.»

Eine YB-Niederlage wäre als normal zu bezeichnen

Wird dies nicht nur mit einer annehmbaren Leistung, sondern mit einem Gewinn an Punkten und Punkteprämien gelingen? Die Young Boys und Juventus Turin sind die Hechte in ihren Gewässern. YB im Gartenbiotop der Super League, Juve im Stadtpark-Teich der Serie A. Wer eine der grossen Ligen seit nunmehr sieben Jahren beherrscht und Napoli, Inter, Milan, Roma, Lazio und anderen Saison für Saison die Absätze zeigt, nimmt eine Ausnahmestellung ein.

Dass auch der souveräne Schweizer Meister gegen Juventus nicht reüssiert, darf man wohl als normal bezeichnen. Seoane sagt über die Unterschiede zwischen Gegnern wie St. Gallen und Lugano einerseits, Juventus und Manchester United andererseits: «In der Meisterschaft hat der Gegner manchmal auch sehr gute Spieler, aber nicht viele. Wir kommen eher gegen sie an, als wenn wir gegen eine Mannschaft spielen, in der es eine ganze Reihe erstklassiger Spieler gibt. Juventus hat ja nicht nur Ronaldo, sondern zum Beispiel auch Dybala. Es ist sehr schwierig, alle auszuschalten. Insgesamt ist es einfach ein Klassenunterschied. Es ist die Königsklasse. Zudem haben diese Vereine auf dem Niveau schon eine riesige Erfahrung. Wir spielen zum ersten Mal in der Champions League.»

2.7 Millionen Euro für einen Sieg

Was die Punkteprämien betrifft, haben sich die Young Boys nicht satt gegessen. Das 1:1 daheim gegen Valencia wurde mit 900'000 Euro honoriert. Für einen Sieg - gegen Juventus - gäbe es 2,7 Millionen Euro. Die Berner müssten sich das Geld sauer verdienen, denn just für das Highlight des Herbstes im längst ausverkauften Stade de Suisse können sie nicht auf die beste Mannschaft abstützen.

Es fehlen drei Spieler, die YBs Solo in der Meisterschaft in dieser Form ermöglicht haben: Sékou Sanogo, der Puncher und Spielgestalter im Mittelfeldzentrum, ist gesperrt. Miralem Sulejmani, der mit Toren und noch mehr entscheidenden Pässen zuletzt der Beste überhaupt war, fällt mit einem Fussbruch voraussichtlich bis Ende Februar aus. Und Abwehrchef Steve von Bergen wird für den Match nicht rechtzeitig fit.

So wird das Spiel für andere aus dem für Schweizer Verhältnisse sehr starken Kader eine Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Michel Aebischer (für Sanogo), Nicolas Moumi Ngamaleu (für Sulejmani) und Ali Camara (für Von Bergen) werden wohl die Glücklichen sein.

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