EM-Qualifikation U21

Schweiz schlägt Frankreich im Spitzenduell

Andi Zeqiri (links) führt die Schweizer U21 mit zwei Toren zum Sieg über Frankreich

Andi Zeqiri (links) führt die Schweizer U21 mit zwei Toren zum Sieg über Frankreich

Das Schweizer U21-Nationalteam erringt im vierten Spiel der EM-Qualifikation einen wichtigen und bemerkenswerten Sieg. Die Schweizer siegen in Neuenburg gegen Frankreich 3:1.

Die Auswahl von Coach Mauro Lustrinelli brachte den vierten Sieg im vierten Qualifikationsspiel mit ihrer bislang klar besten Leistung zustande. Nach knapp 20 Minuten durch einen Foulpenalty in Rückstand geraten, wendeten die Schweizer das Blatt mit drei Toren kurz vor und kurz nach der Pause. Es trafen die Stürmer Jérémy Guillemenot vom FC St. Gallen und - zweimal - Andi Zeqiri von Lausanne-Sport. Zum 2:1 und zum 3:1 leistete Jordan Lotomba von den Young Boys mit kraftvollen Vorstössen jeweils eine hervorragende Vorarbeit.

Mit dem Sieg stehen die Chancen der Schweizer U21 sehr gut, erstmals seit 2011 wieder eine EM-Endrunde zu erreichen, auch wenn das Rückspiel in Frankreich noch aussteht. Die Gruppensieger und der beste Zweite der neun Gruppen gelangen direkt an die 2021 in Slowenien und Ungarn stattfindende EM, die übrigen Gruppenzweiten können sich über Barragen ebenfalls qualifizieren.

Von der grossartigen Vorstellung im Heimspiel gegen Frankreich ist nicht nur die Wende mit drei Toren in zehn Spielminuten hervorzuheben, sondern auch die Tatsache, dass die Schweizer dem renommierten Gegnern in den verbleibenden 40 Minuten kaum reelle Chancen gaben, den Rückstand aufzuholen.

Mit seinen Energieleistungen machte Jordan Lotomba in dieser Partie den Unterschied aus. Der Waadtländer wird bei YB von Trainer Gerardo Seoane vermehrt nicht auf der Abwehrseite, sondern mit offensiven Aufträgen eingesetzt. Die neue Rolle, in der Lotomba seine Fähigkeiten bestens zur Geltung bringt, ist jetzt auch für die U21 gewinnbringend.

Nach 35 Minuten hätte kaum jemand auf einen Sieg der Schweiz gewettet. Denn bis kurz vor der Halbzeit musste sich die Schweizer Auswahl von den individuell überlegenen Franzosen dominieren lassen und selber im Stil einer Auswärtsmannschaft agieren. Versuche für Konterangriffe kamen nicht weit. Die Franzosen ihrerseits konnten ihre Überlegenheit nicht in klare Torchancen ummünzen, und so entsprang denn ihr 1:0 nach 19 Minuten wohl nicht zufällig keiner eigentlichen Chance. Der englische Schiedsrichter Stuart Attwell verhängte einen Foulpenalty, obwohl Aussenverteidiger Kevin Rüegg seinen Gegenspieler seitlich im Strafraum nicht gefoult hatte, wie Fernsehbilder belegten. Odsonne Edouard, Legionär bei Celtic Glasgow, verwertete den geschenkten Penalty.

Telegramm:

Schweiz - Frankreich 3:1 (2:1)

Neuenburg. - 9500 Zuschauer. - SR Attwell (ENG). - Tore: 19. Edouard (Foulpenalty) 0:1. 44. Guillemenot (Toma) 1:1. 45. Zeqiri (Guillemenot) 2:1. 53. Zeqiri (Lotomba) 3:1.

Schweiz: Racioppi; Rüegg, Bamert, Zesiger, Sidler; Janjicic, Domgjoni; Lotomba (91. Pusic), Toma, Zeqiri (88. Bajrami); Guillemenot (76. Ndoye).

Bemerkungen: Schweiz u.a. ohne Vargas (A-Nationalmannschaft).

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