Der Rekordmeister ist nicht mehr, lang lebe die Nummer 3 des Meisterrankings: Während die Grasshoppers mit Pauken und Trompeten untergingen, kehrte der 17-fache Schweizer Meister Servette in neuer Blüte in die Super League zurück. Nach Jahren des Leidens unter der Führung dubioser Gestalten scheinen die Genfer wieder solide aufgestellt. Aber sind sie schon gut genug, um sich in der Super League zu halten?

Eine Tendenz wird der erste Auftritt noch nicht liefern. Servette tritt am Sonntag bei den Young Boys an und damit bei dem Gegner, der sportlich und wirtschaftlich in einer anderen Liga spielt. Für die siegesgewohnten Genfer um Trainer Alain Geiger und Captain Anthony Sauthier gibt es also bei erster Gelegenheit nur schwer etwas zu gewinnen, aber auch nichts zu verlieren. Trotz Umbruch ist Meister YB Titelkandidat Nummer 1.

Geläuterter Ludovic Magnin

Beim FC Zürich hofft vor allem Ludovic Magnin auf einen gelungenen Saisonstart gegen Lugano. Die Schonfrist für den Trainer dürfte nach der völlig missglückten letzten Rückrunde abgelaufen sein. Der Ex-Internationale will das ihm geschenkte Vertrauen zurückzahlen, indem er begangene Fehler ein zweites Mal vermeidet. Er will sich fortan auf sein Kerngeschäft konzentrieren, mehr Kompetenzen abgeben und sein Temperament an der Seitenlinie besser zügeln.

Auch FCZ-Sportchef Thomas Bickel ist überzeugt, dass der Klub die Hausaufgaben im Sommer gemacht hat. Die getätigten Transfers zielten mitunter darauf ab, wieder eine stabile Achse und mehr Durchschlagskraft auf den viel zitierten letzten 30 Metern zu haben. Vom trickreichen Offensivspieler Mimoun Mahi und dem physisch starken Blaz Kramer versprechen sie sich einiges, ebenso von Denis Popovic im Mittelfeld. Gegen Lugano, gegen das man in der Vorsaison in vier Duellen keinen Treffer zustande gebracht hat, soll es mit dem Toreschiessen am Sonntag wieder klappen.