4:2 - die Ausgangslage, in die sich der FCB vor einer Woche in Bulgarien gebracht hat, könnte vor dem heutigen Rückspiel gegen Ludogorez Rasgrad kaum besser sein. Vergoldet er sie, steht der Klub seit 2002 zum fünften Mal in der Gruppenphase der Champions League.

Was die Königsklasse neben dem sportlichen Aspekt vor allem attraktiv macht: Basel winken Einnahmen von rund 20 Millionen Franken. Im Vergleich zur Vergangenheit ist die diesjährige Hürde Ludogorez Rasgrad eine tiefe.

28. August 2002
FC Basel - Celtic Glasgow 2:0 (Hinspiel 1:3)

Carlos Varela (links) jubelt mit seinen Teamkollegen

Carlos Varela (links) jubelt mit seinen Teamkollegen

Carlos Varela (Flügel, heute FC Köniz): «Schon fünf Minuten nach dem 1:3 in Glasgow sagten wir uns: Im Rückspiel drehen wir den Spiess um. Murat Yakin übernahm den Lead und schwor uns auf den Retourmatch ein. Und dann schossen Gimenez und Murat früh eine 2:0-Führung heraus. In der letzten Minute kam dann das grosse Zittern, als ein Schuss der Schotten knapp am Tor vorbeistrich. Im Stadion war es einen Moment lang mäuschenstill. Nach dem Abpfiff brach dann riesiger Jubel aus.»

24. August 2004
Inter Mailand - FC Basel 4:1 (Hinspiel 1:1)

Mario Cantaluppi Im Hinspiel gegen Inter Mailand.

Mario Cantaluppi Im Hinspiel gegen Inter Mailand.

Mario Cantaluppi (Aufbauer, heute Technischer Leiter Junioren FC Aesch): «Wir wussten nach dem 1:1 im Hinspiel, wie schwer es in Mailand werden würde. Dass wir unbedingt ein Tor schiessen mussten. Aber schon nach einer Minute stand es durch Adriano 0:1. Das war ein absoluter Ausnahmekönner und wir merkten rasch: Das reicht nicht. Zwar verkürzte Sterjovski nach der Pause auf 1:2, aber Inter war qualitativ einfach viel stärker und gewann am Ende 4:1.»

24. August 2005
Werder Bremen - FC Basel 3:0 (Hinspiel 1:2)

Boris Smiljanic beim Hinspiel im Zweikampf mit Naldo

Boris Smiljanic beim Hinspiel im Zweikampf mit Naldo

Boris Smiljanic (Innenverteidiger, heute Trainer GC U14): «Wir spielten gut und liessen kaum Chancen zu. Nach der Pause wurde Bremen nervös, ging aber in Führung. Ein umstrittener Penalty, verursacht von Zanni, brachte uns kurz darauf gar 0:2 ins Hintertreffen. Ich verliess meine Verteidigerposition und servierte Sterjovski den Ball zu einer Grosschance, doch er traf nur die Oberkante der Latte. Im Gegenzug machte Werder das 3:0. Vor dem Spiel hatte es viel Unruhe gegeben, weil sich Gimenez geweigert hatte zu spielen, um den Transfer zu Marseille nicht zu gefährden.»

27. August 2008
FC Basel - Vitoria Guimarães 2:1 (Hinspiel 0:0)

Reto Zanni jubelt mit Carlitos über den Sieg gegen Vitoria Guimarães.

Reto Zanni jubelt mit Carlitos über den Sieg gegen Vitoria Guimarães.

Reto Zanni (Aussenverteidiger, heute Bürokaufmann): «Beim 0:0 in Portugal waren wir auf Augenhöhe mit Guimarães. Und so war es auch im Rückspiel. Das Spiel war ausgeglichen und nach Toren von Stocker und Derdiyok führten wir kurz vor Schluss 2:1. Dann machten die Portugiesen ein Tor, aber es wurde wegen Offside annulliert. Ob zu Recht, weiss ich jetzt nicht mehr... (lacht) Für mich ging mit meiner ersten Champions-League-Teilnahme ein Traum in Erfüllung.»

24. August 2010
Sheriff Tiraspol - FC Basel 0:3 (Hinspiel 0:1)

Die Basel Spieler jubeln über den Sieg gegen Sheriff Tiraspol.

Die Basel Spieler jubeln über den Sieg gegen Sheriff Tiraspol.

Beg Ferati (Innenverteidiger, heute FC Sion): «Während der Anreise nach Moldawien herrschte eine lockere Stimmung, das Vertrauen in die eigene Stärke war riesig. Der damalige Trainer Thorsten Fink war ein grosser Motivator und hat vor wichtigen Spielen immer die richtigen Worte gefunden. Im Sturm hatten wir mit Marco Streller und Alex Frei zwei der besten Stürmer in Europa. Nach dem Schlusspfiff fiel der Druck ab; wir Spieler wussten ja, was finanziell für den Klub auf dem Spiel stand. Natürlich haben wir uns im Hotel ein paar Bierchen gegönnt.»

29. August 2012
CFR Cluj - FC Basel 1:0 (Hinspiel 2:1)

Fabian Frei liegt nach dem verlorenen Rückspiel in Cluj enttäuscht am Boden.

Fabian Frei liegt nach dem verlorenen Rückspiel in Cluj enttäuscht am Boden.

Fabian Frei (damals und heute Mittelfeldspieler): «Sorry Alex (Frei; d. Red.), aber dein verschossener Penalty kurz vor der Halbzeit ist das Erste, was mir zu dem Spiel einfällt. Wenn der reingeht, haben wir wieder eine Chance. Aber natürlich bist nicht nur du schuld, dass wir ausgeschieden sind. Vergeben haben wir es im Hinspiel, als wir 65 Minuten klar besser als die Rumänen waren und dennoch verloren haben. Zu allem Übel musste ich nach dem Spiel in Cluj noch vier Stunden lang zur Dopingkontrolle. Als ich endlich ins Hotel kam, war das Buffet fürs Abendessen bereits leergeräumt ...»

27. August 2013
FC Basel - Ludogorez Rasgrad ?:? (Hinspiel 4:2)

Sein Fazit zum Rückspiel gegen Ludogorez Rasgrad: «Wir können uns nur selber schlagen.»

Yann Sommer freut sich auf die «Champions-League-Reise»

Sein Fazit zum Rückspiel gegen Ludogorez Rasgrad: «Wir können uns nur selber schlagen.»

Yann Sommer (Goalie): «Wir können uns nur selber schlagen. Ich jedenfalls kann die Tournee durch die schönsten Stadien Europas kaum erwarten.»