Testspiel

Trotz Problemen ein erstes Erfolgserlebnis für den FC Basel

Der FC Basel gewinnt sein erstes Testspiel im Trainingslager in Marbella auch mit etwas Fortune gegen Bundesligist Fortuna Düsseldorf mit 3:2.

Am Ende wird es doch noch einmal laut. Szenenapplaus. Lauteren als nach den drei Toren, die im Laufe des Spiels zuvor gefallen waren. Der Grund dafür heisst Djordje Nikolic. Die Nummer 2 im Tor des FC Basel, der wie zehn seiner Kollegen für die zweite Hälfte eingewechselt wird, hext. Nicht einmal, nicht zwei Mal, nein gleich drei Mal. Mit überragenden Reflexen verhindert er das dritte Tor der Düsseldorfer Fortuna und hält somit dem FCB das 3:2 fest.

Natürlich wäre es nicht tragisch gewesen, hätte Nikolic nicht so stark reagiert und der Ball wäre ins Tor gekullert. Schliesslich war das, was der FCB am Freitagnachmittag bestritt, lediglich ein Testspiel. Das erste von dreien im Trainingslager in Marbella. Aber dank Nikolics Glanztat schliesst der FCB den ersten Block des Camps in Südspanien mit einem Erfolg ab.

Und das erst noch, nachdem zu Beginn nicht viel darauf hingedeutet hatte. Nur neun Minuten dauert es nämlich, bis der Tabellen-Sechzehnte der deutschen Bundesliga den Führungstreffer durch Bernard Tekpetey erzielt. Zwar braucht dieser etwas Glück, die Basler Defensive aber ist etwas gar überrascht und noch nicht zu hundert Prozent anwesend im ersten Spiel des neuen Kalenderjahres.

Die Basler, in einem 4-1-4-1 mit Fabian Frei vor der Abwehr agierendend, brauchen Zeit, bis sie im Spiel ankommen - und haben mehrere Male das Glück, dass die Fortuna ihre Chancen nicht nutzt. Der Ausgleich durch Samuele Campo in der 25. Minute ist so überraschend wie glücklich. Und nach 25 schwachen Minuten von Campo nicht leistungsgerecht für ihn.

Mögliche Premiere am Montag gegen Stuttgart

In der Folge schaffen es die Basler, mit einer einstudierten Eckballvariante die Führung zu übernehmen und damit das Spiel zu drehen. Silvan Widmer köpft nach einem Campo-Eckball am ersten Pfosten ein. Der Ausgleich des Bundesligisten kurz vor der Pause ist erneut einer Unachtsamkeit der Basler Abwehr geschuldet.

Im zweiten Durchgang passiert wenig. Der Blockwechsel der Basler wirkt sich auf das Spiel aus. Ein Spielfluss kommt mit Ausnahme der Tor-Entstehung nie auf. Diesen sehenswerten Spielzug aber vollendet Valentin Stocker nach wunderschöner Vorarbeit von Edon Zhegrova zum 3:2. Bei diesem Spielstand bleibt es dann auch. Es ist in der Summe ein Sieg für die Basler, der in Ordnung geht. Aber nicht, weil der FCB sich gut präsentiert sondern viel mehr, weil die Fortuna noch etwas müder wirkt als die Basler.

Denn die Müdigkeit, sie ist den Baslern trotz jeweils nur 45 Minuten Einsatzzeit anzumerken. Die intensiven Einheiten machen sich bemerkbar. «Ausserdem hatten wir Rhythmus-Probleme. Das ist aber völlig normal beim ersten Spiel. Da müssen wir jetzt einfach schnell rein kommen», bilanziert Marcel Koller. Unter diesem Aspekt wird auch das nächste Testspiel gegen Stuttgart stehen, das bereits am Montag ansteht. «Die Spieler sollen dann mehr Einsatzzeiten bekommen um so näher an den Rhythmus zu kommen.» Einer, der dann gar zu seinem ersten Einsatz kommen könnte, ist Jasper van der Werff. Je nach Eindruck, den Koller im Training am Sonntag gewinnt (am Samstag ist frei), soll der Neuzugang zu seinen ersten 20 bis 30 Minuten im FCB-Dress kommen.

Céline Feller aus Marbella

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