Interview

Valentin Stocker: «Solche Momente sind wichtig, um zu wachsen»

Valentin Stocker

Valentin Stocker

Der FCB-Captain Valentin Stocker spricht nach dem 2:1-Sieg gegen Xamax über seine jungen Kollegen, über sein Traumtor und die mögliche Weiterverpflichtung von Arthur Cabral.

Valentin Stocker, erklären Sie bitte, wie Sie dieses wunderschöne 1:1 erlebt haben. Ein Traumtor in den Winkel.

Valentin Stocker: Kemal hat den Ball gut behauptet und gut vorgelegt. Erst wollte ich überhastet abschliessen, doch dann hatte ich noch Zeit, um den Ball vorzulegen. Ich wollte nicht so scharf schiessen, aber er wurde dann doch härter und der Ball hat sich schön ins Eck gesenkt.

Sie hatten noch ein zweites Tor auf dem Fuss. Wenn Sie den direkt machen...

Ja. Es gab aber viele Situationen, wo wir früher in Führung hätten gehen können.

Wir haben den FCB abgeschrieben. Jetzt hat YB verloren, Basel gewonnen. Seid ihr zurück im Titelrennen?

Schlussendlich wird am Ende abgerechnet. Für uns bringt es nichts, nach vorne oder nach hinten zu schauen. Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, können wir erfolgreich Fussball spielen. Doch das ist nicht selbstverständlich.

Nach dem 2:1 schrien Sie Ihre Mitspieler an: «Jetzt nicht in die Hosen machen!» Wie haben Sie das gemeint?

Wir haben eine junge Mannschaft mit enorm viel Potenzial. Solche Momente, wenn es eng ist und lange Bälle kommen, sind im Fussball sehr wichtig, um zu wachsen. In dem Moment wollte ich einfach nur sagen: «Ich habe sehr viel Vertrauen in euch, aber jetzt müsst ihr es auf den Platz bringen.»

Was war gegen Xamax anders als gegen Luzern?

Heute war eine eingespieltere Mannschaft auf dem Platz. Gegen defensive Gegner sind Automatismen sehr wichtig. Ich verstehe mich mit Silvan, Fabi, Kemal und Samuele sehr gut. Wir haben schon viele Matches zusammen bestritten, deswegen sind wir gut eingespielt. Für die Neuen ist es wichtig, sich sofort zu adaptieren. Das hat gegen Luzern nicht so gut geklappt. Aber das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Da heisst es: Daraus lernen und beim nächsten Mal besser machen.

Wie wichtig wäre es, wenn Arthur Cabral noch länger als 30. Juni in Basel bleibt?

Die Frage beantwortet sich von selbst. Er bringt physische Qualität mit, die für uns enorm wichtig ist. Ich hoffe, dass wir das eine Lösung finden.

Können Sie da als Captain Einfluss nehmen auf die Verhandlungen?

Ich könnte selber einen Teil bezahlen. (lacht). Nein. Da halte ich mich raus. Das ist nicht mein Themengebiet. 

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