Valon Behrami ist ein fairer Verlierer. Als er am frühen Abend in St. Petersburg das Achtelfinal-Out der Schweizer gegen Schweden aufarbeitet, sagt er schnell einmal: «Wir waren nicht gut genug. Und darum hätten wir das Weiterkommen nicht verdient.»

Als die EM 2016 vorbei war, brach Behrami in Tränen aus. Er hatte daran zu nagen, weil er realisierte, wie viel mehr möglich gewesen wäre. Diesmal ist das anders. «Ich kann die Niederlage akzeptieren. Es war einfach, uns Probleme zu bereiten.»

Grosse Enttäuschung und leere Blicke: Valon Behrami (rechts) und Johan Djourou sind nach dem 0:1 gegen Schweden fassungslos

Grosse Enttäuschung und leere Blicke: Valon Behrami (rechts) und Johan Djourou sind nach dem 0:1 gegen Schweden fassungslos

Behrami spielt weiter

Eines stellt Behrami auch noch klar: Dass er weiterhin für das Nationalteam spielen wird. «Ich spüre, dass ich dem Team noch etwas geben kann. Ich habe noch Ziele mit diesem Team.»

Diese Gruppe gibt ihm viel. Vor allem mental. «Und ich brauche auch mit 33 noch ein Ziel am Horizont.»

Die Frage ist einfach, wie weit ihn sein Körper noch trägt. Er ist gezeichnet von Verletzungen. Vor allem das Knie schmerzt fast bei jedem Spiel.

«Unser Traum endet hier»

«Unser Traum endet hier»

Die Reaktionen der Fans und Spieler in den sozialen Medien.

Einen Valon Behrami kann diese Schweiz noch sehr lange gut gebrauchen. Auch wenn es nur darum, seinen Kollegen ein Vorbild zu sein in Sachen sachlicher Einschätzung der Leistungen.

Ganz zum Schluss verriet Behrami noch, warum diese WM ziemlich emotional war. Dank Lara Gut. Und setzte zu einer kleinen Liebeserklärung an. «Sie hat ihre Vorbereitung angepasst, um mich unterstützen zu können. Und an manchen Orten Russlands irgendwo einen Kraftraum gefunden. Ich habe dank ihr eine grosse Stärke in meinem Leben gefunden. Dieses Gefühl ist wunderschön.»

Valon Behrami