Nachgefragt

Vize-Captain Taulant Xhaka: «Das darf uns als FC Basel nicht passieren»

Taulant Xhaka (links) fand nach dem Spiel deutliche Worte.

Taulant Xhaka (links) fand nach dem Spiel deutliche Worte.

Nach der 1:2-Niederlage erklärt Taulant Xhaka, an was es mangelte und wie gross die Meister-Chancen noch sind.

Taulant Xhaka, was ist in diesem Spiel passiert?

Taulant Xhaka: Wir haben verloren. Und das nicht unverdient. Wir waren nicht von Anfang an bereit. Wir müssen das auch nicht schönreden.

Was müsst ihr euch nach dieser 1:2-Niederlage vorwerfen?

Wir waren nicht bissig und nicht hungrig genug. Das zweite Tor kriegen wir dann sehr dumm. Wir standen offen, die Zuteilungen haben nicht gestimmt. Wenn man vorne mitspielen will, dann darf einem das nicht passieren. Und hinzu kommt, dass wir gegen vorne keinen Druck machen konnten.

Wie ist das möglich, wenn man eigentlich noch um den Meistertitel mitspielt?

Es soll keine Entschuldigung sein, aber es haben wichtige Spieler gefehlt. Valentin Stocker beispielsweise, der ein Leader auf dem Platz ist. Oder Raoul Petretta und Edon Zhegrova. Diese Spieler kann man nicht 1:1 ersetzen. Wir hatten viele junge Spieler auf der Bank, die auch das Vertrauen bekommen haben. Wir müssen dieses Spiel aber einfach gewinnen. Wir wussten, um was es geht.

Der FCB hat jetzt acht Punkte Rückstand auf YB und St. Gallen, welche ihre beiden Spiele gewinnen konnten. War es das mit dem Meistertitel in diesem Jahr?

Nein, das sicher nicht. Wir bleiben dran und geben nicht auf. Wir werden bis zum Schluss versuchen, etwas zu reissen. Aber klar, einfacher wird es so nicht.

Wie enttäuscht sind Sie über die gezeigte Leistung?

Vor allem der angewachsene Rückstand ist sehr enttäuschend. Wir sind der FC Basel und das darf nicht passieren. Auch wenn wir auswärts spielen. Wir müssen diesen Match gewinnen. Jetzt gibt es aber keine Diskussion. Es hat nicht geklappt. Das Leben geht aber weiter und am Mittwoch werden wir versuchen, drei Punkte zu holen.

War die Überraschung über die Luzerner Dreierkette so gross, dass man sich nicht darauf einstellen konnte?

Nein, wir wussten, wie sie spielen werden. Der Trainer hat uns sehr gut eingestellt auf dieses Spiel. Am Ende sind wir die, die es auf dem Platz umsetzen müssen. Aber das haben wir nicht getan.

Warum habt ihr das nicht getan?

Das ist schwierig zu erklären. Ich kann keinem einen Vorwurf machen, dass er nicht Vollgas gegeben hätte. Aber Luzern war hungriger und bissiger.

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