Fussball
Vor dem Griechenspiel: So sind unsere Nati-Stars in Form

Am Mittwochabend (20.30 Uhr, live SRF zwei) eröffnet die Schweizer Fussball Nationalmannschaft mit einem Testspiel in Griechenland ihr Jahr. Die Nordwestschweiz macht einen ersten Form-Check unserer Nati-Stars.

Etienne Wuillemin, Athen
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Nürnbergs Verteidiger Timm Klose ist in Form.

Nürnbergs Verteidiger Timm Klose ist in Form.

KEYSTONE

Diego Benaglio - warm

Der Torhüter des Vfl Wolfsburg, die unangefochtene Nummer 1 der Schweiz, ist gut in die Rückrunde gestartet. 1 Sieg, 1 Remis, 1 Niederlage lautet die bisherige Bilanz. Benaglio hat immer gespielt. Und immer souverän. In Zypern ist Benaglio aber Gelb-gesperrt.

Ricardo Rodriguez - kalt

Eigentlich ist Rodriguez Verteidiger. Aber nachdem er in der Hinrunde nicht überzeugt hatte, nominierte ihn Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking im ersten Spiel der Rückrunde im linken, offensiven Mittelfeld. Und brach das Experiment nach 45 Minuten wieder ab. Seither fristet Rodriguez wieder ein Dasein als Ersatzspieler.

Johan Djourou - lauwarm

Das wichtigste: Er spielt. Nach dem leihweisen Transfer von Arsenal zu Hannover 96 erhält Djourou endlich wieder Gelegenheit, seine Fähigkeiten in Ernstkämpfen zu demonstrieren. Nach einem Katastrophen-Start (4:5-Niederlage auf Schalke) kommt Djourou mittlerweile besser in Fahrt.

Timm Klose - warm

Hat beim FC Nürnberg bisher sämtliche 20 Spiele bestritten - und allermeist gute Kritiken erhalten. Auch an Klose lag es, dass Lucien Favres Gladbach am vergangenen Sonntag fast verzweifelte und in Nürnberg 1:2 verlor.

Pirmin Schwegler - heiss

Der Captain von Frankfurt erfreut sich weiterhin einer beneidenswerten Form. Ist er nicht gerade grippe-geschwächt (wie vor zwei Wochen), dann steuert er das Spiel der Eintracht mit erstaunlicher Gelassenheit. Hat sich die Rückkehr in die Nationalmannschaft ohne Zweifel verdient.

Xherdan Shaqiri - kalt

Hat in der Rückrunde bei Bayern München erst zwei Minuten gespielt - beim 2:0 Sieg gegen Stuttgart. Nun erlitt der Zauberzwerg vor gut einer Woche eine Kapselverletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen. Deshalb fehlt Shaqiri gegen Griechenland.

Tranquillo Barnetta - eiskalt

Es ist wie so häufig auf Schalke, es herrscht Unruhe, nach der peinlichen 1:2-Pleite zu Hause gegen Fürth erst recht. Schuld daran ist Barnetta indes kein bisschen - seine Dienste werden kaum in Anspruch genommen. Spielte erst sechs Minuten in der Rückrunde, Besserung ist nicht in Sicht.

Granit Xhaka - eiskalt

Das nächste Bundesliga-Sorgenkind. Hoffte, sich in der Rückrunde den Stammplatz von Konkurrent Thorben Marx zurückzuholen. Bis jetzt hat sich an seiner Rolle als Ersatzspieler aber nichts geändert. Am letzten Wochenende war Xhaka krank.

Eren Derdiyok - kalt

Schöne Worte allein reichen nicht, um sich aufzudrängen. Hat in der Rückrunde drei Teileinsätze absolviert, 83, 14 und 20 Minuten. Derdiyok ist in der Stürmerhierarchie von Hoffenheim derzeit nur die Nummer 4, hinter dem formstarken Volland (3 Tore in 2 Spielen), Neuverpflichtung De Camargo (von Gladbach) und Joselu.

Stephan Lichtsteiner - heiss

Nachdem er zwischenzeitlich ein paar Spiele Ersatz war, längst wieder unverzichtbare Stammkraft. Am letzten Wochenende gar Torschütze. In dieser Form einer der besten Rechtsverteidiger der Welt.

Steve von Bergen - lauwarm

Bei ihm gilt in Palermo das gleich wie bei Djourou: Er spielt, also ist das eine gute Nachricht für Ottmar Hitzfeld. Positiv formuliert ist er nicht der Hauptschuldige dafür, dass Palermo derzeit letzter ist - es gibt vier Teams in der Serie A, die gleich viele oder mehr Tore kassiert haben.

Michel Morganella - lauwarm

Hat sich mit bisher 19 Einsätzen bei Palermo zur Stammkraft entwickelt. Und ist deshalb derzeit wohl erster Ersatz, falls Lichtsteiner einmal gesperrt sein sollte. Ansonsten: Siehe von Bergen!

Gökan Inler - heiss

Absoluter Leistungsträger der SSC Napoli. Führt zusammen mit Behrami oder Dzemaili das Mittelfeld an. Seit Monaten konstant gute Leistungen.

Valon Behrami - heiss

Siehe Inler. Napoli ist auch dank Behrami nur drei Punkte hinter Leader Juventus Turin. Steigert sich immer noch in seiner Rolle als Aggressivleader - sowohl im Klub wie auch in der Nationalmannschaft.

Blerim Dzemaili - heiss

Hitzfeld gewährt ihm beim Testspiel gegen Griechenland eine Pause, weil er Schwegler testen will. Bei Neapel ersetzt er Inler oder Behrami adäquat und hat einen höheren Stellenwert als im Nationalteam.

Haris Seferovic - lauwarm

Nach seinem Transfer von Fiorentina zu Novara in die Serie B hofft er auf mehr Einsätze. Die wird er erhalten, debütiert hat er am letzten Samstag bereits (0:1 gegen Cesena). Allerdings: Mehr als eine Rolle als Ergänzungsspieler kommt derzeit kaum in Frage.

Reto Ziegler - lauwarm

Bei Lokomotive Moskau hat er wegen einer Verletzung nur 6 Spiele bestritten. Nun ist er, der noch immer bei Juventus Turin unter Vertrag steht, wieder zu Fenerbahce ausgeliehen. Die Türkei gefällt ihm - und auch sportlich wird es aufwärts gehen.

Admir Mehmedi - lauwarm

Möchte sich bei Dynamo Kiew durchbeissen. Das gelingt ein wenig besser als auch schon. Letztes Wochenende spielte er in einem Testspiel stark. Trotzdem: Hitzfeld setzt im Moment auf Gavranovic.

Weil die Rückrunde der Axpo Super League erst am kommenden Samstag beginnt, ist der Formcheck bei den Schweizern schwieriger als bei den Legionären. Die Leistungen von Yann Sommer und Marco Wölfli in der Meisterschaft werden mitentscheiden, wer den in Zypern gesperrten Diego Benaglio vertreten wird. Valentin Stocker und Izet Hajrovic sind bei Basel und GC gefordert, im Meisterrennen weiterhin Schlüsselrollen zu übernehmen. Gelson Fernandes wird bei Sion eine wichtigere Rolle spielen als zuletzt in Lissabon und versuchen, Sion doch noch in die Nähe der Tabellenspitze zu führen. Mario Gavranovic schliesslich muss dem abgestürzten FCZ neuen Schwung verleihen.