Super League
Wie ist es möglich, dass YB sieben Punkte vor dem FCB liegt: eine Gute-Nacht-Geschichte für Basler Erstklässler

Viele Basler Erstklässler sollen reichlich verwirrt sein. Wie ist es möglich, dass YB sieben Punkte vor dem FCB liegt? Können die auch Meister werden? Eine Geschichte, um Ihren Sohn oder Ihre Tochter ruhig schlafen zu lassen.

Sébastian Lavoyer und Jakob Weber
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Sie gaben nicht auf, sie kämpften.

Sie gaben nicht auf, sie kämpften.

Keystone

Vor langer, langer Zeit – es gab noch keine iPads – da lag der FC Basel nach nur acht Runden 13 Punkte hinter YB. Das war im Herbst 2009. Im Sommer zuvor stellten die Basler Thorsten Fink als Nachfolger von Trainer-Legende Christian Gross (er hat den FCB nach düsteren Jahren zurück zum Glanz geführt, liebe Kinder) vor. Doch der Deutsche hatte einen harzigen Start und nach den ersten acht Runden nur zwei Siege und neun Punkte auf dem Konto.

Sie gaben nicht auf, sie kämpften

Die Unruhe war damals gross, denn in der Saison davor wurde der FC Zürich Meister. Ja, es gab einst Zeiten, in denen auch andere Mannschaften Meister wurden, aber da wart ihr, liebe Erstklässlerinnen und Erstklässler, noch gar nicht auf der Welt. Aber eben, der Anspruch des FC Basel war auch damals nicht anders als heute: Man wollte den Meistertitel. Um jeden Preis.

Als – wie jetzt – 14 Runden gespielt waren, betrug der Vorsprung der Berner noch immer neun Punkte. Jetzt sind es nur deren sieben und trotzdem haben alle das Gefühl, es könne nicht mehr gut kommen. Vermutlich ist es mehr die Hoffnung, dass endlich wieder einmal ein anderes Team Meister wird, die diese Leute zu diesen Aussagen bringt.

Basel weiss, wie man YB einholt.

Basel weiss, wie man YB einholt.

bz

Denn damals, vor acht Jahren, gaben sich die Basler nicht auf, sie kämpften. Nach dem zweitletzten Spiel zogen sie punktemässig gleich mit YB. Und dann gewannen sie die Finalissima in Bern mit 2:0. Der FCB wurde Meister, wie er das seither immer wurde.

Es gibt gewiss gute Gründe, ein bisschen beunruhigt zu sein mit der momentanen Situation. Aber Angst müssen die Basler noch nicht haben. Das lehrt uns der Blick zurück. Darum: Gute Nacht und schlaft gut!