EM-Qualifikation

Xhakas Vorschlag, Mehmedis Liebe

Granit Xhaka während dem Spiel gegen Georgien in Sitten

Granit Xhaka während dem Spiel gegen Georgien in Sitten

Nach dem Sieg gegen Gibraltar: Granit Xhaka macht einen originellen Vorschlag, wie vermehrt über das Sportliche geschrieben werden könnte, und Admir Mehmedi hofft auf eine wieder aufflammende Liebe.

Mit dem 4:0-Pflichtsieg gegen Gibraltar wollten sich die Schweizer schon kurz nach dem Schlusspfiff nicht mehr aufhalten. "Wir haben die Aufgabe gut und professionell gelöst", meinte Captain Granit Xhaka. Man habe aus den beiden Spielen der Woche sechs Punkte holen wollen, "aber vier sind auch okay."

Zu reden gab auch in Sitten nochmals das Atmosphärische. "Wir können nicht beeinflussen, was um uns herum geschieht", so Xhaka. Er ist aber überzeugt, dass sich die Mannschaft von den Debatten und den Spekulationen rund um die abwesenden Stephan Lichtsteiner und Xherdan Shaqiri auch nicht habe beeinflussen lassen. "Wir machen viel richtig, die Ergebnisse stimmen."

Und mit einem Schmunzeln fügte Xhaka hinzu: "Vielleicht müssten wir mal ein Spiel verlieren, dann würde über anderes geschrieben." Doch Xhaka ist schlau genug, nicht so zu tun, als wäre wegen dieses 4:0 gegen Gibraltar alles in Ordnung. "Wir werden die Probleme in den nächsten Wochen regeln, dann geht es im Oktober nur noch um das Sportliche."

Mit der sportlichen Realität des Nationalteams darf sich nun auch Admir Mehmedi wieder befassen. Der Stürmer von Wolfsburg stand gegen Gibraltar erstmals seit fast zwei Jahren in der Startformation. Dazwischen liegen viele Verletzungen, die ihn beispielsweise die Teilnahme an der WM 2018 gekostet haben. "Es war zuletzt keine Liebesbeziehung zwischen mir und dem Nationalteam."

Wenn Mehmedi sagt, dass man in einem Spiel wie gegen Gibraltar eigentlich nur verlieren könne, stimmt dies vielleicht gerade in seinem Fall nicht. Denn dass der 28-Jährige gegen Gibraltar mittels Kopfball sein neuntes Länderspieltor erzielte, könnte die alte Liebe wieder neu entflammen lassen. Mehmedi war an der EM 2016 und in der WM-Qualifikation 2018 Stammspieler. Im Schweizer Kader für die Spiele gegen Irland und Gibraltar haben nur Xhaka und Ricardo Rodriguez mehr Spiele für die SFV-Auswahl absolviert.

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